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NährwertStudien des Nährwertes von Silage weisen darauf hin, dass Ballensilage, die mit den richtigen Materialien und Maschinen korrekt hergestellt und gelagert wird, gleiche oder bessere Qualität und weniger Nährstoffverluste als Flach- oder Hochsilos aufweist. Ein gut hergestellter Ballen kann den Vorteil haben, dass weniger Luft eingeschlossen ist als in einem Flach- oder Hochsilo. Zudem hat Ballensilage den Vorteil, dass durch die Verwendung von Häckslern Kühe leichter mundgerechte Portionen der Silage aus den Ballen reißen können. Dies erhöht die Futteraufnahme und die Milchleistung. Gleiche oder bessere QualitätDie Qualität von Ballensilage ist gleich oder besser als die von Flachsilosilage, vorausgesetzt, dass das gleiche Gras verwendet und adäquat behandelt wird. Zum Vergleich der Qualität muss das Gras zudem vom gleichen Schnitt stammen. Ballensilage wird aber oft aus dem zweiten, dritten oder vierten Schnitt hergestellt, die im allgemeinen eine schlechtere Qualität aufweisen als der erste Schnitt. Schlechte Handhabung und Lagerung können ebenfalls die Qualität der Silage beeinflussen. Richtig hergestellte Silageballen können das am erfolgreichsten konservierte Futter darstellen, weil es einen Fasergehalt und eine Strohlänge aufweist, die den Appetit und das Wiederkäuen anregen. Geringe NährstoffverlusteBei der Vergärung des Zuckers zu Milchsäure sind Nettoenergieverluste unvermeidbar. Alle anderen Verluste wie Restatmung, Sickersäfte, Feldverluste, Fehlgärungen und aerobe Umsetzungen bei Lagerung und Entnahme können jedoch bei Ballensilage weitestgehend verhindert werden. Untersuchungen von Per Lingvall, Senior Researcher, Department of Animal Nutrition and Managment an der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften haben ergeben, dass gute Ballensilage lediglich rund 5 % Trockenmasseverluste aufweist. Voraussetzung dafür ist die Wicklung mit sechs Lagen weißer Folie und die Bereitung nach den bekannten Empfehlungen. „In Schweden variieren die Nährstoffverluste bei den unterschiedlichen Systemen,“ kommentiert Per Lingvall. „Idealerweise, wenn das Futtermaterial bis zum optimalen Trockenmasseanteil angewelkt wird - 30% für Flachsilo, 35-45% für Turmsilo und 50% für Ballensilage – sollten keine Gärsäfte austreten. In der Praxis hingegen werden die durchschnittlichen Nährstoffverluste während der Lagerung und Füllung der Turm- und Fahrsilos zwischen 10-15% beim Turmsilo, 15-20% beim Fahrsilo kalkuliert, verglichen mit 3-5% bei einem mit sechs Lagen hochwertiger Stretchfolie fest gewickelten Ballen.“ Höhere Futteraufnahme und MilchleistungBallensilage ist gut geeignet für Betriebe mit relativ geringem Futterbedarf. Der tägliche Vorschub am Flachsilo reicht hier nicht aus, um die Verluste gering zu halten. Dies trifft zum Beispiel für Pferdehalter oder kleinere und mittlere Rinderbestände zu. Auch wenn nach dem Weidegang im Stall kleinere Mengen zugefüttert werden sollen, ist Ballensilage erste Wahl. Wenn den Tieren immer frische Silage vorgelegt wird, steigt deren Futteraufnahme und damit die Milchleistung. Dies ist anschaulich in dieser Abbildung dargestellt.
Quelle: Hoffmann, M. und Richardt, W., 2003: Anforderungen an Futterwert und Qualität von Silagen für die Rinderfütterung, aus: Bemerkungen über das Silieren… |
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