Schweden

Schweden ist bekannt für seinen großen Ballensilagemarkt. Es gibt aber auch Flach- und Hochsilos vor allem in Gebieten, in denen Milchkuherden größer geworden sind. Jüngste Schätzungen der Schwedischen Landwirtschaftsuniversität gehen davon aus, dass je ein Drittel der Silage durch Flach- und Hochsilomethoden sowie in Form von Ballen hergestellt werden. Es werden jährlich rund neun Millionen Ballen hergestellt .

Zwei Schnitte als Standard

Überlicherweise werden mindestens zwei Silageschnitte pro Jahr durchgeführt, wenn möglich drei – meist im Süden des Landes – und in Ausnahmejahren sogar vier. Die Schnitte erfolgen im Mai, Anfang Juli, August und/oder September. Die Ballensilage dominiert bei den späteren Schnitten. Das Silagegut wird in Schweden mit großen Ballenpressen oder Erntemaschinen mit dosierter Zerkleinerung geerntet.

Sechs bis zehn Lagen weiße Folie

Der TM-Gehalt ist normalerweise hoch, 45-50% in Silage für Rinder und 60-65% in Gärheu. Rundballen haben überlicherweise sechs Folienlagen, doch die Schwedische Universität für Agrarwissenschaften empfiehlt acht Lagen für häufiges Handling der Ballen. Zehn Lagen werden eher für Gär-und Halbheu eingesetzt. Fast immer werden in Schweden weiße Stretchfolien verwendet.

Überlicherweise werden Additive verwendet

In Schweden werden zur Verbesserung der Fermentation meist Additive verwendet. Propion- und Ameisensäure werden am häufigsten eingesetzt. 2001 wurden insgesamt 5.000 Tonnen Säure verwendet.

Einsatz von Lohnunternehmern weit verbreitet

Lohnunternehmer werden von etwa der Hälfte der schwedischen Landwirte hinzugezogen. Es gibt rund 440 Lohnunternehmen in fünf regionalen Verbänden und die meisten Lohnunternehmer sind Landwirte. Der Austausch von Arbeit und Ausrüstung für die Silageproduktion unter Nachbarn ist ebenfalls allgemein üblich.

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