Silagetrends und Praktiken

Auf dem europäischen Silagemarkt zeichnen sich heute verschiedene Trends und Herausforderungen ab:

  • Der Endanwendermarkt ist stark fragmentiert, wobei die Zahl der Landwirte wahrscheinlich abnehmen wird.
  • Die Größe der landwirtschaftlichen Betriebe ist in Westeuropa weiter gewachsen, was Möglichkeiten für den Einsatz großer Maschinen, Investitionen und damit die potenzielle Einführung von Flachsilos mit sich bringt.
  • In den kommenden fünf Jahren wird eine Konsolidierung von Folienherstellern, Lieferanten von Ballenwicklern, Lohnunternehmern und Landwirten über die ganze Silagefolie-Wertschöpfungskette hinweg erwartet.
  • Die Endanwendermärkte werden durch Agrarsubventionen, Fleisch- und Milchpreise sowie durch den wirtschaftlichen Nutzen spezifischer Siliertechniken beeinflusst.
  • Die Herstellung von Silageballen in Stretchfolien gewinnt Marktanteile von alternativen Silagefolie-Technologien für Flachfolien oder Säcke oder die Lagerung von Silage in Silos. Die relativ verarbeitete Folienmenge nimmt mit zunehmender Größe der Betriebe ab.
  • Bedenken bezüglich Kunststofffolienabfällen auf landwirtschaftlichen Betrieben üben in Großbritannien und anderen europäischen Ländern Druck auf die Regulierungsbehörden aus, was zu strengeren Abfallentsorgungsgesetzen führen kann.
  • Die Volatilität des Ölpreises führt zu einem Preisdruck auf die Herstellung von Granulaten und folglich Folien, was die Wertschöpfungskette belastet.
  • Entwicklung des Marktes in weniger etablierten Regionen von Osteuropa - wie zum Beispiel in Polen und Russland: Europäische Subventionen für die Milchproduktion verschieben sich nach Osten und wirken als potenzielle Wachstumskatalysatoren.
  • Eine besondere Herausforderung ist die Erschließung des neuen Anwendungsbereichs von Heulage, deren Akzeptanz durch Pferdebesitzer sowie die Vorgabe von Standards der Heulage-Produktion über das Wickeln bis hin zum Verfüttern.

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