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Ballensilage in der ökologischen Milchproduktion
Ein allgemeines Ziel in der ökologischen Milchproduktion ist die Erhöhung der Aufnahme von Raufutter und die Verringerung der Resorption von Konzentraten. Die Begrenzung der angebotenen Konzentrate erhöht automatisch die Aufnahme von Raufutter, wenn es uneingeschränkt angeboten wird. Gewöhnlich rechnet man mit einer Substitutionsrate von 0,5-0,8kg TM, d.h. dass für jedes Kilo TM Konzentrat, das man verringert, die Raufutteraufnahme um 0,5-0,8kg TM steigt. Landwirte berichten häufig, dass die Kühe ihre Raufutteraufnahme erhöhen, wenn ihnen Raufutter unterschiedlicher Qualitäten angeboten wird. Insbesondere im ökologischen Landbau sind die Unterschiede zwischen der Ente von Feldgrasweiden (Ley) ausgeprägt. Dass häufigste Gemisch ist Gras/Klee. Da Gras im Frühjahr gewöhnlich schneller wächst, dominiert zu diesem Zeitpunkt der Grasanteil in der Silage. Beim zweiten und noch stärker beim dritten Schnitt überwiegt der Kleeanteil. Neben den Texturunterschieden führt dies zu einer wesentlichen Differenz im Proteingehalt des Erntegutes. Eine Zunahme von 11% Rohprotein (cp) auf über 19% cp in der TM ist nicht ungewöhnlich. Die Mischung von Silagen hilft, diese Unterschiede auszugleichen, indem man zum Beispiel Silage vom zweiten Schnitt am Morgen und vom ersten Schnitt am Nachmittag verfüttert. Die Aufnahme von Leguminosensilage ist normalerweise höher als die Resorption von reiner Grassilage. Die unten stehende Abbildung zeigt einen üblichen Fütterungsplan für Kühe in der ökologischen Produktion. Die festen Konzentratmengen stimmen mit den Regeln des ökologischen Landbaus in Schweden überein. Im oberen Teil der Tabelle sind die drei verschiedenen Silagearten, die für die freiwillige Aufnahme angeboten werden, dargestellt. Die wichtigste Herausforderung für den Landwirt besteht darin zu testen, welche Silage die beste Aufnahme und Milchproduktion ergibt. ![]() Die Konservierung der Silage in Paketen wie Ballen ist ein großer Vorteil für die Fütterung von Milchkühen nach diesen Grundsätzen. Ballensilage erlaubt es dem Landwirt, Silage von einer, zwei, drei oder mehr Ernten gleichzeitig zu verwenden. Dies ist nicht möglich, wenn die Silage in einem Flach- bzw. Fahr- oder Hochsilo gelagert wird. Bei Anwendung dieser Lagersysteme muss der Praktiker jeden Tag wesentliche Mengen verbrauchen, damit die Silage nicht durch Hitze zerstört wird. Daher ist es übliche Praxis, ein Silo nach dem anderen zu leeren. Dieses Beispiel zeigt die gesamte Futtermenge, die während der gesamten Laktation verfüttert wird:
Dies deckt den Bedarf für eine Milchproduktion von 9.000 kg. Die Menge der Produktion hängt von der Menge des Futters ab, das die Kühe fressen. Grassilage von einem frühen Schnitt mit Kleesilage sorgt bekanntlich für eine hohe Futteraufnahme. In der konventionellen Milchproduktion heißt eine Regel, dass höhere Futterpflanzenaufnahme zu einer Abnahme in der Milchproduktion führt, weil höhere Futterpflanzenanteile zu niedrigerem Konzentratverbrauch führen. Die ökologische Milchproduktion arbeitet mit einer festen Menge Konzentraten. Wir sind oft überrascht festzustellen, welche Kapazität Kühe haben, um Milch aus Raufutter herzustellen.
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