Ballensilage: eine wachsende Rolle für Pferdefutter in Frankreich

Von Catherine Trillaud-Geyl
Agraringenieurin am Directorate of the French National Studs (Haras Nationaux) in Arnac-Pompadour.

Futter in Form von Ballensilage wird zunehmend für Pferde verwendet. Als diese Technik erstmals eingeführt wurde, war sie auf Nutztiere begrenzt, jetzt findet sie aber auch Anwendung für Reit- und Rennpferde.

Ballensilage für Pferde kann von natürlichem Glasland oder künstlichen Weiden stammen (mit einer einzigen oder mehreren Pflanzenarten), wobei die Wahl der Arten den jeweiligen landwirtschaftlichen Bedingungen angepasst wird. Es wird jedoch empfohlen, nicht mehr als 50% Leguminosen im geernteten Futter zu verwenden. Die beste Futteraufnahme und Wachstumsrate erzielt man mit Ballenfutter mit einem TM-Gehalt von 40 bis 50%: Diese Werte müssen auf jeden Fall über 35% liegen.

Der Nährwert von Ballensilage ist höher als der von Heu, weil Heu im allgemeinen später und in einer fortgeschritteneren Wachstumsphase geerntet wird. Der Energiewert liegt gewöhnlich bei 0,6 bis 0,8 UFC/Kg TM und der Stickstoffwert unterliegt starken Schwankungen: von 20 bis 170 g MADC/Kg TM je nach Wachstumsstufe und Anteil der verschiedenen silierten Pflanzenarten (Gräser/Leguminosen).

Die Aufnahme des Ballensilagefutters, das aus einer einzigen Pflanzenart oder eine Mischung aus mehreren Arten hergestellt wurde, ist immer größer als die bei Heu.

Eine Übergangszeit von 15 Tagen ist nötig, um von einer Ernährung auf Basis von Heu auf die von Ballensilage umzustellen.

Auf jeden Fall müssen die Haltbarkeit und chemische Zusammensetzung des Futters analysiert werden. Die chemische Analyse gewährleistet, dass die Menge der mineralischen und Stickstoffergänzungsstoffe im Futter richtig angepasst wird.

Für Hengstfohlen, die für den Sport oder das Freizeitreiten vorgesehen sind, ermöglicht eine Aufnahmen von 12, 18 und 21 kg brutto im Alter von 6, 18 bzw. 30 Monaten ein Wachstum von 500, 390 bzw. 50 g/Tag. Darüber hinaus kann die Nutzung von Futter und Weideland optimiert werden.

Der ausgezeichnete Nährwert dieses Futters, der eine Verringerung der Konzentratmenge auf 15% der gesamten Trockenmasseaufnahme (TDMI) für diese Tiere ermöglicht, reduziert folglich die Kosten der Ernährung.

Für früher eingesetzte Tiere (Flachrennen und Trab) muss die Konzentratmenge trotz des sehr hohen Nährwertes der Ballensilage im ersten Winter ca. 40 % der TDMI betragen.

Neben der Schmackhaftigkeit und dem sehr guten Nährwert ist ein weiterer Vorteil von Ballensilagefutter, dass das Futter keinen Staub enthält und daher gerade für Pferde mit Lungenproblemen ein sehr attraktives Futter ist.

Neben ihren ernährungstechnischen Qualitäten bringt Ballensilage eine größere Erntesicherheit, leichteres Weideland-Management und sie verlangt keine Gebäude für die Lagerung.

Wenn die Ballen einmal geöffnet sind, sollten sie innerhalb von fünf Tagen verbraucht werden. Dies begrenzt ihren Einsatz auf kleineren Höfen, die einen wesentlichen Teil der Pferdebesitzer ausmachen.

Wenn Ausrüstungen auf den Markt kämen, mit denen Ballen mit einem Gewicht von weniger als 50 kg hergestellt werden könnten, dann würde diese Technik weiter expandieren. Sie käme dann auch auf vielen Reiterhöfen oder bei Pferdebesitzern zum Einsatz, die nicht über die nötigen Ausrüstungen verfügen, um Rundballen zu benutzen.

Catherine Trillaud-Geyl ist Agraringenieurin am Directorate of the French National Studs (Haras Nationaux) in Arnac-Pompadour. Sie ist Verfasserin mehrerer Veröffentlichungen über Pferdefutter und war von 1993 bis 2004 Direktorin von Haras Nationaux in Clermont Ferrand. National Studs fördert die Pferdezucht und alle mit Pferden verwandten Aktivitäten.

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