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Halbheu für Leistungspferde
IAlle Pferde brauchen Fasern, und die bevorzugte Quelle sind Langfasern, auch Raufutter genannt. Die traditionelle Quelle von Raufutter für Pferde ist Gras, aber dieses ist wegen der niedrigen Wintertemperaturen in Nordeuropa und wegen der hohen Sommertemperaturen in Südeuropa nicht das ganze Jahr über verfügbar. Daher muss Gras als Heu, Silage oder Heulage konserviert werden, um den Pferden ausreichend Raufutter zur Verfügung zu stellen, wenn frisches Gras nicht vorhanden ist. Diese Situation gilt für Pferde, die keine Hochleistung zu erbringen haben und die meiste Zeit draußen gehalten werden. Im Gegensatz dazu sind die meisten Leistungspferde in Ställen untergebracht und benötigen konserviertes Raufutter. Leistungspferde haben einen hohen Energiebedarf, der durch Raufutter allein nicht gedeckt werden kann. Ferner spielt Frischgras in ihrem Futter kaum eine Rolle, weil es eine minimale Trockenmasse (TM <20%) enthält und folglich zu "sperrig" wäre. Ein großes Darmvolumen stellt nicht funktionales Gewicht dar und wäre folglich für ein Rennpferd ein Handicap, das sich zur Bewegung auf seine Muskelmasse verlässt. Wenn wir das Rennpferd als Beispiel für das ultimative Leistungspferd verwenden, ist es interessant, festzustellen, welche Rolle Raufutter für das Wohlbefinden des Tieres spielen kann. All diese Tiere brauchen ein voll funktionales Atemsystem, und der geringste Kompromiss auf diesem Gebiet können verlorene Rennen sein. Folglich ist konstante absolute Fitness essentiell. Wichtig ist, dass im Stall hohe Hygienestandards herrschen. Es gibt zwei Ursachen für Atemwegsprobleme: Streu und Futter. Schadstoffe aus der Umwelt in Verbindung mit Streu sind kontrollierbar, ebenso wie Schadstoffe aus dem Futter. Bezüglich des Futters ist der Hygienestatus von Raufutter wichtiger als sein Nährwert. In vielen Ländern ist es unmöglich, Heu herzustellen, das einen ausreichenden Standard hat, um die Atemfunktion nicht zu gefährden. Aus diesem Grund ist die Nachfrage nach "sauberem" Raufutter in Form von Heulage gestiegen, und heute werden viele Rennpferde mit diesem Raufutter gefüttert. Heu leidet unter dem doppelten Nachteil, dass es sowohl staubig als auch mit Schimmel kontaminiert ist. Schimmel führt zur Sporenproduktion und den damit verbundenen allergischen Reaktionen bei Pferden, denen solches Material verfüttert wird. Gut fermentierte Heulage weist weder Staubpartikel noch Schimmel auf. In heißen Klimazonen können so geringe Mengen wie 2 kg Raufutter täglich an ein 500 kg Pferd verfüttert werden, doch sind in gemäßigten Klimazonen 4 kg trockenes Raufutter üblich. Diese Futtermenge deckt 10 bis 20% des Energiebedarfs eines Rennpferdes. Zum Beispiel bringen 4 kg Trockenfutter dem Pferd 3,4 Kg TM. Würde Heu durch Heulage ersetzt, dann würde das benötigte Frischgewicht vom TM-Gehalt der Heulage abhängen. So müssten zum Beispiel 6,8 kg der 50% TM-Heulage pro Tag verfüttert werden, verglichen mit 5 kg der 70% TM-Heulage pro Tag. Die Unterfütterung von Heulage an Rennpferde ist ein allgemeines Problem, das wegen Fasermangel zu Koliken und wegen einer verringerten Kaliumzufuhr zu Muskelproblemen führen kann. Deshalb ist es wesentlich, den TM-Gehalt der Heulage zu kennen, damit das Raufutter korrekt rationiert werden kann. Der Einsatz von Heulage kann den Anteil steigern, den Raufutter zur Energieversorgung beiträgt. Zum Beispiel kann Heulage aus Qualitätsgras (Weidelgräser), das im richtigen Wachstumsstadium (Ährenschieben) geschnitten wurde, bis zu einem Drittel des Energiebedarfs des Pferdes decken, so dass weniger Getreideprodukte benötigt werden. Die hohe Verdaubarkeit von Heulage bedeutet, dass kein großes Darmvolumen aufgebaut wird, weil das Heu schnell abgebaut wird. Mit Reifen des Marktes stellen Hersteller von Heulage für Pferde aber fest, dass sie hohe Qualitätsstandards erreichen müssen, damit ihre Produkte von den immer besser informierten Endverbrauchern akzeptiert werden. Viele Hersteller haben heute Verträge zur Belieferung von Gestüten - Fehler wären folglich fatal. Die Expertise, die dadurch gewonnen wurde, kommt den Pferdebesitzern insofern zugute, als dass Heulage für Pferde heute als Qualitätsraufutter angesehen werden kann, das für alle Pferde geeignet ist. Regeln als Hilfestellung für die Auswahl von Heulage:
2. Den pH-Wert kennen (4-6) 3. Von Weidelgras dominierte Produkte vorziehen 4. Heulage sollte einen angenehmen Geruch ohne Anzeichen von Ammoniak (Ammoniakstickstoff <3%) haben 5. Keine Anzeichen von Pflanzenbasismaterial/Bodenkontamination (Aschegehalt <8%) 6. Viel Blattmaterial, nicht durch Stengel dominiert 7. Intakte Verpackung 8. Acht Folienlagen pro Ballen 9. Vorzugsweise weiße Kunststofffolie. |
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