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Ballensilage in der ökologischen Rindermast
Wie in anderen Ländern unterliegt der ökologische Landbau in Norwegen mehreren Einschränkungen. Eine davon besteht darin, dass der Anteil der Konzentrate in der Futterration für Wiederkäuer 40% nicht übersteigen sollte. In Norwegen ist Silage von Gräsern und Gras-/Kleemischungen das wichtigste Winterfutter für alle Wiederkäuer. Je mehr der Anteil der Konzentrate im Futter abnimmt, desto wichtiger ist die Qualität dieser Silage. In einer Reihe von 14 Studien erhielten Jungrinder freien Zugang zu Silage verschiedener Qualitätsstandards. Diese war entweder ohne oder durch eine geringe Konzentratmenge ergänzt. Die Ergebnisse führten zusammen mit Daten aus der Literatur zu den in der unten stehenden Abbildung dargestellten Wachstumskurven. ![]() Die Kurven veranschaulichen, wie die tägliche Gewichtszunahme von NRF Stieren (norwegische Rinderrasse) durch die Silagequalität beeinflusst wurde, wenn die Tiere zwanglos mit einer Reihe fester Konzentratmengen gefüttert wurden. Die Silagequalität macht eindeutig den größten Unterschied bei den geringeren Konzentratmengen aus. Diese sind die für den ökologischen Landbau typisch. Die allgemeine Beziehung zwischen Silagequalität, Konzentratmenge und resultierender Produktion dürfte auch für die Ernährung von Milchkühen ähnlich sein. Die Hauptfaktoren, die die Qualität der in diesen Studien verwendeten Silage beeinflussten, waren die Reife des Grases, die Verwendung saurer Silageadditive sowie die Silierung in Ballen. Die Literatur wies darauf hin, dass ein Gras-Kleegemisch einer reinen Grasnarbe vorzuziehen ist und dass ein schnelles Anwelken vor der Silierung und dem Häckseln im Vorfeld der Fütterung nützlich ist. Die Qualität der Ballensilage hängt in wesentlichem Maße von der Kompetenz der involvierten Leute und der verwendeten Technologie ab. Die Kultur sollte in einem frühen Blattstadium gemäht werden, wenn sie sich leicht verdichten lässt und ihr Nährwert hoch ist. Ferner erhöht ein Anteil von 10-30% Klee die Futteraufnahme bei den Rindern. Ziel sollte ein kurzes Anwelken in trockenem windigem Wetter auf mindestens 20% TM – vorzugsweise auf 25-35% TM – sein. Obwohl höhere TM-Werte die Kosten der Ballenherstellung verringern können, weil weniger Ballen benötigt werden, lässt sich stark angewelktes Erntegut nur schwer verdichten und es ist anfällig für Schimmelbefall. Ein gut verdichteter Ballen, der mit genügend Lagen hochwertiger Folie gewickelt ist, bietet den besten Schutz vor Schimmelwachstum. Es ist wichtig, dass der Kunststoff vor Beschädigung geschützt ist, d.h. es ist besser, die Ballen am Lagerort als auf dem Feld zu wickeln und sie dann zum Lagerort zu transportieren. Die Flexibilität der Ballensilage bietet weitere Vorteile. Ballen können während kurzen Perioden trockenen Wetters hergestellt werden und falls es regnet, kann der Prozess unterbrochen werden. Zusätzlich kann Silage jeder Zeit in der benötigten Qualität vom Lager ausgewählt werden. Eine hohe Futterpflanzenaufnahme – wichtig im ökologischen Landbau – verlangt, dass die Silage weder zu wenig noch zu stark fermentiert ist. Eingeschränkt fermentierte Silage, die die höchste Aufnahme garantiert, kann durch Anwelken des Erntegutes auf mindestens 30% TM oder durch Behandlung mit sauren Additiven erreicht werden. 2003 durchgeführte Versuche haben auf die Wirksamkeit eines neuartigen, korrosionsfreien sauren Additivs hingewiesen. Die Genehmigung für den Einsatz dieses Additivs in der ökologischen Produktion wird voraussichtlich 2004 erteilt. LiteraturRandby, Å.T. 2001. Beef from forage: The potential of high quality grass silage. Proc. from seminar no. 326, The Nordic Association of Agr. Scientists (NJF): Production and utilization of silage. Lillehammer 27-28.Sept.2001, 46-51. |
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