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Wie beeinflusst sie die Silagequalität? Dicht gepacktes und gut gehäckseltes Silagegut ist wichtig für die Herstellung hochwertiger Silage. Dicht gepacktes Erntegut bedeutet weniger Luft im Ballen und das Häckseln der Pflanzen bei der Ballenherstellung führt zur schnellen Freisetzung von Zucker. Diese zwei Faktoren haben das schnelle Wachstum der wünschenswerten Bakterien zur Folge, die für gute Silagekonservierung wesentlich sind. Die Ballen müssen aber nicht nur dicht gepackt, sondern auch gut geformt werden. Um das Potenzial der Wickelfolie voll auszuschöpfen, sollten die Ballen ‘rund’ und an den Seiten rechteckig bleiben, weil es sonst zu Undichtheit, Eindringen von Luft in den Ballen und Verlust von Silagegut kommen kann. Bei IBERS, Aberystwyth University (zuvor IGER), wurde in umfangreichen Studien über mehrere Jahre untersucht, welche Wirkungen die Ballenform und verschiedene Wickeltechniken auf die Qualität der Versiegelung von Silageballen haben. Im Winter bewerten wir einzelne Versuchsballen, indem wir Luft herauspumpen und ein Vakuum erzeugen. Dann messen wir, wie lange es dauert, bis das Vakuum durch Luft, die durch die Folie eindringt, aufgehoben wird. Wenn es lange dauert, bis das Vakuum verloren geht, weist dies auf eine gute Versiegelung und hochwertige Silage hin. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Schrumpfung des Silagegutes im Ballen bei geringem Trockenmasseanteil Wellenbildung in der Wickelfolie hervorrufen kann. In einer von bpi.agri und Dow finanzierten Studie, bei der Gras vom ersten Schnitt entweder nach ein- oder zweitägigem Anwelken siliert wurde, hatte die Silage nach eintägigem Anwelken einen TM-Gehalt von 28%, und die Folie war 47 Sekunden lang dicht, bevor das Vakuum verloren ging. Im Vergleich dazu hatte die Silage nach zweitägigem Anwelken einen TM-Gehalt von 38% und ein Siegel von 92 Sekunden. Folglich ermöglichte die Wellenbildung der Folie des Ballens mit niedrigerem TM-Gehalt ein leichteres Eindringen von Luft in die Ballen hinein und aus den Ballen heraus, was Schimmelbildung und eine schlechtere Silagequalität zur Folge hatte. Könnten wir also nicht dickere und stärkere Folie als die Standard 25 µm-Folie verwenden? Diese Folie ist nicht nur teurer, sondern unsere Studien haben überdies gezeigt, dass sie auch keine Vorteile bringt. Dickere Folie ist weniger gut formbar, bewegt sich also nicht mit dem Silagegut, wenn dieses einsinkt, was eine Luftbewegung im Ballen zur Folge hat. Die Verwendung von Netzen anstelle von Wickelschnüren bei Ballen führte zu einer Verbesserung der Ballenform. Wickelschnur bildete Luftkanäle um den Ballen, was zur Verminderung der Silagequalität führen konnte. Aber selbst bei Verwendung von Wickelnetzen ist das Problem unebener Ballenränder nicht immer gelöst. Diese unebenen Kanten entstehen, wenn das Netz nicht bis zum Ballenrand reicht und sich ‘Schultern’ an den Ballenkanten bilden können. Dies führt zu Lufteinschlüssen unter der Wickelfolie und kann unerwünschtes Überdehnen bzw. zu wenig Dehnung der Folie zur Folge haben. Oft können beim Wickeln von besonders stängeligem Material lose Blätter der Futterpflanzen an den unebenenKanten zwischen die Folienlagen eingewickelt werden, so dass Luftwege und dadurch Schimmelbildung in der Silage entstehen können. Die Ballenform lässt sich durch die Verwendung von Netzen, die so breit wie der Ballen sind oder über die Ballenränder hinaus ragen, verbessern. Es ist stets darauf zu achten, dass die Ballen dicht gepackt und gut gefertigt sind, dass sie ‘rund’ und an den Seiten rechteckig bleiben. Neben der Verwendung von sechs Folienlagen sorgen diese Faktoren für optimale Ergebnisse nach dem Ballenwickeln. Rhun Fychan, wissenschaftlicher Forscher am IBERS (Institute of Biological, Environmental and Rural Sciences), Aberystwyth University.
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