Von Johann Poller, Landwirt und Lohnunternehmer in Bayern (Deutschland)


Johann Poller ist Landwirt und Lohnunternehmer in Bayern. Er bewirtschaftet einen 80 Hektar großen landwirtschaftlichen Betrieb und verfügt über 60 Milchkühe mit der entsprechenden Nachzucht. Herr Poller ist auch als Lohnunternehmer tätig und erzeugt zwischen 8 000 und 10 000 Silageballen pro Jahr, davon rund 500 für den Eigenbedarf.

Auf seinem Betrieb produziert Herr Poller Grassilage sowohl im Fahrsilo als auch in Form von Ballensilage und ergänzt sein Futterportfolio durch Mais aus dem Flachsilo.

"Wir machen seit 25 Jahren Silage aus dem Flachsilo und als wir vor vier Jahren zu wenig Silokapazität hatten und nicht in eine zweite Fahrsiloanlage investieren wollten, haben wir mit der Ballensilage begonnen und sind mit dieser Entscheidung sehr zufrieden. Die Flexibilität der Ballensilage sehen wir als großen Vorteil dieses Verfahrens. Es ist besonders für kleinere Flächen gut geeignet und Ballen können beliebig an jeden Ort transportiert werden. Vor allem für kleinere Betriebe, wo weniger Futter gebraucht wird, ist Ballensilage optimal."

"Wir mähen in der Regel fünf Mal pro Jahr, wobei wir den dritten und vierten Schnitt immer und den zweiten manchmal als Ballensilage konservieren. Der erste und fünfte Schnitt kommt in der Regel ins Fahrsilo."

Herr Poller verwendet grüne Stretchfolie, weil sie am besten ins Landschaftsbild paßt und faßt die wichtigsten Punkte für die Produktion von hochwertiger Ballensilage wie folgt zusammen: "Kurz geschnittenes, hochqualitatives Gras ist wichtig, um gut wickeln und verdichten zu können. Gute Wickeltechnik sowie hohe Folienqualität sind weitere Erfolgsfaktoren und helfen, die Beschädigung des Ballens zu verhindern. Mit den Ballen muß mit höchster Sorgfalt umgegangen werden und es muß darauf geachtet werden, daß beim Handling keine Risse oder Löcher entstehen. Wir wickeln deshalb auch immer mit sechs Lagen."

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Ein speziell für die Wirtschaftlichkeitsberechnung entwickelter Rechner für Ballensilage, das Economic Benefit Tool (Rechner zur Bestimmung des wirtschaflichen Vorteils) ermöglicht die Kosten der Herstellung von Ballensilage und Fahrsilosilage zu vergleichen. Das vom Institute of Grassland and Environmental Research (IGER) in Zusammenarbeit mit Dow und anderen Forschungsinstituten in Schweden und Deutschland entwickelte Modell weist auf einen klaren Kostenvorteil von Ballensilage hin.

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