Len Farr, Landwirt aus Herefordshire, England, über die Bedeutung von Ballensilage für seinen Betrieb

Herefrodshire

Herefrodshire

Herefordshire ist als eine der schönsten Grafschaften Englands bekannt. Ihr fruchtbares Land eignet sich für Rinderherden ebenso wie für Milchkühe. Bekannt geworden ist das Wye Valley für sein reiches landwirtschaftliches Erbe und den Export erstklassiger Rinder, Früchte und nicht zuletzt Apfelwein.

Wie in vielen anderen ländlichen Gegenden Großbritanniens ist die Landwirtschaft in Herefordshire Generationen alt. Len Farr führt den 120 Morgen großen Mischbetrieb seiner Familie an der Grenze zwischen Wales und Herefordshire seit mehr als 40 Jahren – er hält sowohl Rinder als auch Schafe. Seine Frau Angela nutzt die landschaftliche Schönheit der Gegend und baute ein erfolgreiches Geschäft unter dem Motto „Ferien auf dem Bauernhof“ auf, dem sie auf dem Gehöft vorhandene Gebäude und wunderbare Ferienhäuschen umbaute.

Len Farr deckt seinen Futterbedarf zu 90% mit Ballensilage. Für ihn besteht einer der größten Vorteile in der Flexibilität der Zeitplanung: “Es ist sehr gut, wenn man Ballen auf einem Feld herstellen kann, sobald die Kultur reif ist. Bei Fahrsilosilage hat man nur ein Silo auf dem Hof, und man muss mindestens 30 Morgen auf einmal zu Silage verarbeiten.”

Wie viele andere Landwirte aus Herefordshire meint Len Farr, dass Ballensilage das in der Region – und noch ausgeprägter in Großbritannien – bevorzugte Futter ist. Dies bestätigt die jüngsten Forschungsergebnisse von Dow über Trends auf dem Großballenmarkt, denen zufolge 98% der Befragten zumindest einen Teil ihrer Silage in Ballen herstellten.

Philip Partridge von einem benachbarten Milchbetrieb in Herefordshire sagt, für ihn bestehe der größte Vorteil von Großballensilage darin, dass sich die Ballen leicht transportieren lassen. Dies bedeute, dass er und andere Landwirte das Futter effizient transportieren könnten und dass sich die Ballen einfach stapeln und lagern ließen.

Für Rinderzüchter John Francis aus Herefordshire sind die Kosten ein wesentlicher Faktor für die Entscheidung zugunsten der Großballensilage: “Großballen können Landwirte selbst ohne großen finanziellen Aufwand für Maschinen und Lohnhersteller herstellen.“ John hat zwar in ein Silo investiert, doch stellt er jetzt auf der Hälfte seines 200 Morgen großen Betriebs Silageballen vorwiegend als Futter für die Übergangszeit her.

Silage wird zwar von Landwirten unterschiedlicher Spezialisierung verwendet, doch neigen Milchkühe dazu, mehr Gras und Silage als Rinder zu fressen, weil sie aufgrund der Milchproduktion einen höheren Energiebedarf haben.

Die Landwirte aus Herefordshire haben einige Tipps zur Lagerung von Silageballen. Len Farr empfiehlt, die Ballen an einem geschützten Ort unterzubringen, sie auf einem festen Boden zu stapeln und Giftköder auszulegen, um Schädlinge wie Ratten fernzuhalten. John Francis empfiehlt, einen vor dem Wind geschützten Lagerort in der Nähe eines Gebäudes sowie die Verwendung einer Folie auf dem Boden.

Insgesamt 70 Jahre landwirtschaftlicher Erfahrung können sich schwer täuschen!

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