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Ballensilage für SchafeWährend Silage für Schafe nicht vollkommen neu ist, hat die Einführung von Ballensilage dies zu einer praktischeren Alternative gemacht und den Einsatz von Silage verstärkt. Für die Silage geschnittenes und zu Ballen verarbeitetes Gras liefert Schafzüchtern hochwertiges Winterfutter, das praktisch verpackt ist und dort aufbewahrt oder dorthin transportiert werden kann, wo es benötigt wird. Es gibt aber Befürchtungen bezüglich der potenziellen Entwicklung von Listeria-Bakterien in der Silage und die Infektion der Schafe durch Silagefütterung. Listeria-Bakterien benötigen spezifische Umgebungsbedingungen, um sich zu vermehren und zu einer Gefahr zu werden. Innerhalb des Silageballens finden die Bakterien Nährstoffe, Feuchtigkeit und eine geeignete Temperatur vor. Der Mangel an Sauerstoff bzw. ein sehr niedriger Sauerstoffanteil und ein hoher pH-Wert hemmen aber ihre Entwicklung. Diese beiden Faktoren ändern sich, wenn Ballen beschädigt werden – ein Hauptgrund dafür, vier oder sechs Folienlagen zu verwenden, um dieses Risiko zu minimieren. “Listeria-Bakterien können bei Schafen jeden Alters auftreten, sie kommen aber meistens bei jungen Lämmern vor, verursachen neurologische Probleme und können bei trächtigen Mutterschafen zum Abort führen”, erläutert Dr. Colin Macaldowie, Veterinary Research Pathologist am Moredun Research Institute in Edinburgh. “Die genauen Vorläufer der Infektion sind nicht genau bekannt, bei Lämmern kann eine Infektion jedoch mit dem Zahnen in Verbindung stehen. Durch das Zahnen haben die Lämmer offene Wunden in ihren Mäulern. Man geht davon aus, dass die Bakterien durch diese Wunden eindringen und in das Nervensystem gelangen. “Die Fälle sind sporadisch, kommen aber gewöhnlich bei Schafen im Alter von vier bis sechs Monaten, während ihres ersten Winters als Jährlinge, vor. Es gab jedoch auch einige Fälle, in denen die Krankheit massiv auftrat, als schlechte Silage verfüttert wurde. Eine offensichtliche Präventivmaßnahme besteht darin, sicher zu stellen, dass die Ballen unbeschädigt sind, wenn die Silage verfüttert wird. Zudem muss die Silage gut konserviert werden und darf weder nass noch faul sein.” Bei der Vorbereitung der Studie gesammelte Informationen zeigen, dass viele Landwirte, insbesondere in Wales, Zuchtmutterschafen gerne Silage von guter Qualität füttern. Oft haben sie auch keine andere Wahl. Am wichtigsten ist, dass die Silage – unter Verwendung hochwertiger Futterpflanzen, Geräte und Materialien – korrekt hergestellt und gelagert wird. |
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