Optimierung des Wickelprozesses

Die Herstellung von Silageballen aus den ersten Schnitten von Futterpflanzen gilt immer noch als kostspieliger und zeitaufwendiger als Flach-Fahrsilosilage. Mit dem Ziel, die benötigten Ressourcen zu verringern (und damit die Kosten zu senken) und die Ballenproduktion von einem Zwei- bis Dreimannbetrieb mit Presse, Ladegerät und Wickler auf einen Einmannbetrieb zu reduzieren, haben verschiedene Maschinenhersteller kombinierte Press- und Wickelmaschinen eingeführt.

Diese Hersteller wagen einen Vorstoß auf bisher unbekanntes Gebiet. Das Ergebnis ist, dass nicht gewickelte Ballen nicht mehr mit dem bloßen Boden in Berührung kommen müssen. Martin Rickatson, stellvertretender Herausgeber der Maschinen-Fachzeitschrift Profi International, ist der Meinung, dass sich diese neuen Maschinen positiv auf die Gesundheit der Tiere, die Tierproduktion und die Senkung von Kosten auswirken. “Jede Verringerung des Bodenkontaktes bedeutet automatisch eine positive Entwicklung”, sagt er. “Der Bodenkontakt reduziert die Qualität des Fermentationsprozesses und führt möglicherweise schädliche Organismen in die Ballen ein, folglich hilft diese Entwicklung der Silagequalität. Auch die Zahl der Arbeitskräfte kann wesentlich verringert werden.”

Er fügt hinzu, dass Ballen oft zwischen Herstellung und Wicklung einzusacken beginnen. Die Ballen in dieser Form sind nur schwer sorgfältig und effizient zu wickeln. Durch sofortiges Wickeln kann dieses Problem vermieden werden.

Mr. Rickatson fügt hinzu, dass viele mechanische Entwicklungen letztlich das Ziel verfolgen, menschliche Fehler zu minimieren. “Schließlich ist es menschliches Versagen, das die meisten Probleme verursacht. Bei nicht sachgemäßer Handhabung der Ballen wird Erde mit aufgenommen und die Folien werden beschädigt. Bei schlechter Maschineneinstellung wird die Folie zu stark oder zu wenig gestreckt, was zu Löchern und Rissen führen kann. Optimal wäre eine Entwicklung, die den Ballenherstellungs- und Wickelprozess möglichst narrensicher macht!”

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