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ErnteSchnittzeitpunkt und Schnitthöhe - Jahresertrag maximierenWer bestmögliche Futterqualitäten erzielen will, muss den Schnitttermin nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen ausrichten. Die höchsten Energiegehalte werden zwischen Schossen und Ähren- bzw. Rispenschieben der Hauptbestandsbildner erreicht. Der richtige Schnittzeitpunkt sorgt außerdem dafür, dass die Pflanzen schnell nachwachsen und ein größtmöglicher Jahresertrag erzielt wird. Spätestens Anfang der Blüte sollte das Gras gemäht werden. Ist das Gras überständig, steigt der Rohfaseranteil an und das Futter lässt sich schlechter verdichten. Aus der Abbildung geht hervor, dass jede Verzögerung Energie im Futter kostet und sich direkt auf die Leistungen beim Milchvieh und in der Rindermast auswirkt.
Quelle: Hoffmann, A. und Grothe, D.: Futterernte Management“, Claas Academy Die Schnitthöhe sollte den Bodenverhältnissen und der Gefahr der Verunreinigung angepasst werden und schwankt im Allgemeinen zwischen 5 und 10 cm. Es sind Geräte mit guter Bodenanpassung zu bevorzugen. Wird zu tief geschnitten, können sich die Pflanzen zudem nicht so schnell regenerieren, weil die Restassimilationsfläche zu klein ist. Wenn der Schnitt zu tief vorgenommen wird ("Rasierschnitt"), muss die Ausrüstung, die für das Einsammeln des Futters verwendet wird, entsprechend auf eine niedrigere Arbeitshöhe eingestellt werden. Verunreinigungen können leicht in das Futter gelangen, was zu schlechter Fermentation des Futters und möglichen Gesundheitsgefahren für Nutztiere führen kann. Wenn der Schnitt außerdem zu tief durchgeführt wird, wächst die Kultur nur langsam nach, weil die Restassimilationsfläche zu klein ist. Download von "Anleitung zu Schnittzeitpunkt und Höhe" Anwelken – nicht zu viel und nicht zu wenigDas wichtigste Ziel des Anwelkens ist, möglichst schnell einen Trockenmasseanteil (TM) von 35 bis 55 % zu erreichen. Dadurch werden die folgenden Silierprozesse gefördert sowie der Proteinabbau verringert und der Gärsaftanfall verhindert. Eine Entscheidungshilfe zur Abschätzung des Trockenmassegehalts bietet die folgende Abbildung.
Müller, J., 2003: Bedeutung des Ausgangsmaterials für die Gärqualität, aus: Bemerkungen über das Silieren. Die Anwelkzeit sollte möglichst kurz gehalten werden, um die verlustreiche Zuckerveratmung im Erntegut zu stoppen. Je höher die Aufwuchsmenge und der angestrebte Trockenmassegehalt und je ungünstiger die Witterung, desto länger ist die erforderliche Anwelkzeit - dies ist anschaulich in dieser Abbildung dargestellt. Erforderliche Anwelkzeiten in Abhängigkeit von der Aufwuchsmenge sowie den Witterungsbedingungen
Quelle: Fübbeker, A. und Müller, J., 2003: Silagemanagement, aus: Bemerkungen über das Silieren. Bei sehr günstigen Witterungsbedingungen reichen zum Teil 4 bis 6 Stunden. Wenn das Gras hingegen zu stark trocknet, steigen die Bröckelverluste beim Zetteln, Wenden, Schwaden und Pressen. Auch lässt sich das Material ab 55 % TM zunehmend schwerer verdichten. Ab 65 % TM findet zudem keine ausreichende Milchsäurebildung mehr statt. Landwirt Werner Groten strebt 35 bis 40 % Trockenmasse und 25 % Rohfaseranteil an. „Dann habe ich optimales Futter für meine Milchkühe, die Ballen sind formstabil und das Handling ist einfacher als bei feuchterem Material.“ Für Dr. Johannes Thaysen von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein kann hochwertige Silage bei ansonsten optimalen Voraussetzungen auch bei höheren TM-Gehalten erzeugt werden. „Mindestens 35 bis maximal 55 %, das ist der Trockenmasse-Korridor.“ So genannte Aufbereiter beschleunigen den Anwelkprozess um wichtige Stunden. Sie mähen die Pflanzen und bearbeiten sie gleichzeitig so, dass die Blattoberfläche geöffnet wird und die Verdunstung steigt. Nicht aufbereitetes Erntegut sollte möglichst direkt nach dem Mähen mit einem Zetter breitflächig zum Trocknen verteilt werden. Insbesondere bei höheren Erntemengen ist der Einsatz eines Wenders wichtig, damit das Material gleichmäßig abtrocknet und im bodennahen Bereich keine feuchten und schlecht angewelkten Partien entstehen. Der Schwader kommt direkt vor der Bergemaschine zum Einsatz. Mit dem Schwaden kann das Anwelken gesteuert werden. Frühzeitiges Schwaden kann eine zu starke Abtrocknung verhindern. Dies ist unter anderem erforderlich, wenn die Ballenpresse noch nicht verfügbar ist. Download von "Anleitung zu Anwelken und Schätzung des Trockenmassegehalts" Weitere Anleitungen: download hier. |
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