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Tipps zur Ballenherstellung:
Pressen gleichmäßig hoch verdichtenBeim Pressvorgang soll das angewelkte Pflanzenmaterial möglichst hoch und gleichmäßig verdichtet werden. Damit wird erreicht, dass der Luftanteil im Ballen verringert wird – eine entscheidende Bedingung für die anschließende Silierung. Denn durch eine hohe Verdichtung wird nicht nur Luft aus dem Siliergut gepresst, sondern es werden auch Luftkanäle beseitigt, durch die bei eventuellen Beschädigungen der Folie oder nach dem Öffnen der Ballen Luft schnell und tief in den Ballen einsickern kann. Hochverdichtete Ballen machen das Verfahren Ballensilage wirtschaftlich noch interessanter. Weil weniger Ballen auf der Fläche anfallen, sinken Arbeitsaufwand sowie Maschinen- und Folienkosten. Das Erntegut lässt sich kostengünstiger transportieren. Auch lassen sich vorhandene Lagerräume besser ausnutzen und dicht gepresste Ballen sind formstabiler und dementsprechend besser zu stapeln. Bei Trockenmassegehalten von ca. 50 % kann das Erntegut maximal verdichtet werden. Darunter steigt der Wasseranteil im Ballen, darüber der Luftanteil. Das Ziel ist ein Trockenmassegehalt von 200-220 kg pro m3 zu erreichen. Einfluss von BallenpressentypenUnterschiedliche Pressentypen beeinflussen die Eigenschaften der Ballen. Festkammerpressen produzieren einen dichten Ballenmantel, aber einen lockeren Ballenkern. Pressen mit variablen Presskammern verdichten das Anwelkgut kontinuierlich von Beginn an durch umlaufende Riemen oder Stabketten. So können Ballen unterschiedlicher Größe hergestellt werden. Pressen mit Schneidwerk zerkleinern das angewelkte Gras und komprimieren es besser. Auch lassen sich diese Ballen leichter von Hand oder im Futterverteilwagen auseinander ziehen. Jüngste Forschungsarbeiten der schwedischen Universität für Agrarwissenschaft (SLU) weisen darauf hin, dass die Reife der Kultur und der verwendete Pressentyp bei der Getreidesilageproduktion ausschlaggebende Faktoren sind, die die Menge der Nährstoffverluste im silierten Futtermittel beeinflussen. Die Forschungsarbeiten zeigen, dass die Nährstoffverluste mit dem Reifegrad der Kultur zunehmen und dass der Verlust an Trockenmasse in Ballen bei Verwendung der richtigen Pressen um 30 bis 75% reduziert werden kann, je nach Reife des Erntegutes. |
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