Wickeln von Strohballen

In Großbritannien kann die Nachfrage nach Stroh durch Nutztierhalter gewöhnlich nicht durch die betriebseigene Herstellung oder durch das Angebot vor Ort gedeckt werden; zum Beispiel wird in Wales, Dumfries und Galloway oder im County Cork wenig Getreide angebaut. Gewickelte Strohballen würden jedoch den Bedarf an geschützter Lagerfläche senken und zur Versorgung der Betriebe mit hochwertigem Streu beitragen.
Außerdem ist Stroh als Bestandteil einer Totalen Mischration (TMR) für Rinder, ein kleiner aber wichtiger Teil der Ernährung.  Stroh liefert eine lange Faser und sorgt vor allem für den 'Kratzfaktor' zur Stimulierung der Pansenwand und damit der Speichelbildung - eine Grundvoraussetzung dafür, dass das Tier das Futter wiederkauen kann.  Überlegungen sind einleuchtend, dass Silage mit einem höheren Trockenmasseanteil Stroh als Futterbestandteil ersetzen kann und gleichzeitg all das liefert, was Stroh liefern kann, allerdings mit einem besseren Nährwert - sicherlich ein Ansatz, der weitere Studien rechtfertigt.

Ganzpflanzengetreide
Weiterhin angebaut wird Ganzpflanzengetreide, dessen Palette breiter zu werden scheint. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Weizen, aber auch Gerste und Triticale werden zu diesem Zweck angebaut.
2008 war oft eine Technik zu beobachten, bei der die Ähren einer Kultur "grün" geerntet und dann zu Silage verarbeitet werden. Diese Technik war im Jahr 2002 noch gar nicht verbreitet, als der erste Marktbericht über Ballensilage veröffentlich wurde.
Die Zunahme bei der Ganzpflanzensilage ist auf den Bedarf an proteinreichem Futter zurückzuführen, um die "Energielücke" bei Milchkühen zu schließen und Hochleistungstiere zu füttern.

Halb-Heulage
Von Dow 2008 durchgeführte Marktforschungen haben gezeigt, dass Landwirte in einigen Fällen Grassilage vom zweiten Schnitt zusätzlich welken lassen, um in Bezug auf den Trockenmassegehalt eine Art Zwischenform von Silage und Heulage herzustellen. Dies geschieht um eine spezifische Ernährungsanforderung zu berücksichtigen: die Fütterung von Jungtieren und trockenstehenden Kühen, deren Energiebedarf geringer ist, wenn sie keine Milch geben. 

Für weitere informationen, bitte lesen Sie die Fallstudie (Oldfield Farm, Nordwestengland ).

Alternative Futterpflanzen für das Silieren
Neben Gras können auch viele andere Kulturen für den Silierprozess verwendet werden. Der Prozess der Ballenherstellung bietet dem Landwirt eine ideale Möglichkeit, die Verwendung dieser Kulturen zu testen, ohne die beträchtlichen Ressourcen aufbringen zu müssen, die nötig sind, um ein Flachsilo zu füllen, geschweige denn ein Neues zu bauen.

Für weitere informationen, bitte besuchen Sie unsere Alternative Futterpflanzen Sektion.

Mais ohne Flachsilo konservieren
Flach- bzw. Fahrsilos verursachen wesentliche Kapitalkosten. Darin gelagertes Erntegut lässt sich schwer transportieren, kaufen oder verkaufen.

Aus diesem Grund würde die Entwicklung eines kosteneffizienten Verfahrens für die “Verpackung” von Mais in einfacher zu handhabenden Einheiten, insbesondere kleinen Landwirtschaftsbetrieben Vorteile bringen.

Ein Sprecher des norwegischen Maschinenherstellers, der eine Ballenpress-/ Wickelmaschine für Mais auf den Markt gebracht hat, erklärt, dass die Maschine auch kurze organische Materialien in runden Ballen verdichtet und wickelt.

Kurze Materialien waren stets ein Problem, weil sie nicht so “gerollt” werden können, wie dies gewöhnlich mit anderem Erntegut geschieht. Die Herstellung eines Ballens aus kurzen Futterpflanzen hat den Vorteil, dass Mais (stets gehäckselt), kurzes Gras und kurze Futterpflanzen jetzt auf flexiblere Weise konserviert werden können. Die Kosten dieser neuen Maschinen bleiben möglicherweise das einzige Hindernis.

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