Bei der Herstellung von Silage spielen natürlich die Kosten für die Silageproduktion eine grosse Rolle. In der Regel wird angenommen, dass die Konservierung von Futtermitteln durch Ballensilage eine sehr teure Methode ist. Allerdings haben Forschungen ergeben, dass die mit einer Konservierung einhergehenden Kosten häufig falsch interpretiert werden. Man sollte statt den Kosten für die Herstellung einer Tonne Frischfutter aus Silage besser die Kosten für die Herstellung einer Tonne Trockensilage zugrundelegen.

Produktions- und Lagerverluste

Ballensilage führt während der Produktion und Lagerung zu erheblich weniger Verlust als Mietensilage. In zahlreichen Studien wurden Kennzahlen für den Trockenverlust entwickelt. Zusammenfassend belegen diese Studien, dass Ballen weniger als 5 bis 15% Trockenmasse verlieren, während in Mieten zwischen 20 bis 40 Prozent verlorengehen. Auf diese Weise erhält man eine völlig andere Kostenkalkulation für Produktion und Nutzung1.

Diese Unterschiede in Trockenverlusten wurden in einem von IBERS durchgeführten Experiment sehr deutlich, wo dieselbe Ernte zur Hälfte in Ballen und zur Hälfte in Mieten konserviert wurde (Abbildung 1).

SIL1001 FactSheet BalesVSClampEconomics LR-1

Beispiel für Produktionskosten

Während viele glauben, dass Ballensilage teurer als Mietensilage ist, stimmt dies nicht in jedem Fall. Vergleichen Sie in der folgenden Tabelle die Verluste zwischen Ernte- und Futtermenge und die daraus resultierenden Produktionskosten einer Silage in Ballen oder einer Miete. Wie Sie sehen können, ist die Ballensilage durchaus wettbewerbsfähig im Vergleich zu einer Miete.

Silagetrockenmasseverluste und Silagekosten im Vergleich zwischen Miete und Ballen (Vergleich für einen Dreifachgrasschnitt mit 300 kN/Hektar)2

 

Miete
(Silage mit 24 % Trockenmasse)

Ballen
(Silage mit 30 % Trockenmasse)

Frischernteertrag

38.3

30.6

(nach dem Welken)

9.2

9.2

Trockenmasseertrag T/ha

17.7

11.7

Siloverluste (%)

7.6

8.1

Verfütterbare Silage (T TM/ha)

313.10

413.30

Erntekosten £/ha

41.20

51.02

(mähen, wenden, häckseln, transportieren, versiegeln)

18.00

1.50

Kosten £/T TM verfüttert

59.20

52.52


Die Tabelle zeigt, dass die grösseren Verluste zwischen Ernte und Fütterung in der Miete im Vergleich zum Ballensystem die Produktion stark verändern kann. Natürlich wird es Unterschiede je nach landwirtschaftlichem Betrieb geben, allerdings zeigt die obige Tabelle, dass sich die Produktionskosten pro Tonne verfüttertbarer Silage-Trockenmasse bei Ballen und Miete erstaunlich ähnlich sind. In diesem Fall ist die Ballensilage sogar preiswerter als die Mietensilage.

Andere Kostenüberlegungen

Landwirte und Lohnunternehmer, die der Investition des Aufbaus einer neuen Fahrsilo Grube oder der Aktualisierung bestehender Klemmstellen (um sicherzustellen dass diese erforderlichen Spezifikationen erfüllen) betrachten, sollten ernsthaft Ballensilage als eine praktikable Alternative erwägen - es bietet eine viel bessere wirtschaftlichen Ertrag als die Zehntausende von Pfund assoziiert mit ein neues Fahrsilo oder ein Klemmstellen Aktualisierung.


1 Bale versus Clamp Silage,” von Dr. Dave Davies, Silage Solutions Ltd und “Comparing the Effects of Number of Wrap Layers on Silage Quality, DM Losses and Nutrient Value," von B. Wróbel und H. Jankowska-Huflejt, Institute for Land Reclamation and Grassland Farming (IMUZ)
2 Die Produktionskostentabelle zeigt einen Vergleich vom Jahr 2011, auf den im Artikel Bezug genommen wurde: “Vergleich Ballen & Silo” von Dr. Dave Davies, Silage Solutions Ltd.