Die Silageproduktion wurde in den letzten Jahren in vielen Ländern vernichtet, zudem kam es zu einer Verknappung von Silage durch extrem heiße Sommer und saisonunübliche Überschwemmungen.

"Landwirte werden immer zu einem gewissen Grad mit den Elementen zu kämpfen haben, aber es wird immer offensichtlicher, dass sich die Klimaveränderung zunehmend auch auf die Landwirtschaft auswirkt. Wenn die Vorhersagen stimmen, wird dies auf absehbare Zeit so bleiben", so Dr. Dave Davies, Mikrobiologe und Agricultural Outreach Manager am Institute of Biological, Environmental and Rural Sciences (IBERS), Aberystwyth University, U.K.

"Als Folge davon müssen Landwirte in Zukunft Silage immer dann herstellen, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet - vorausgesetzt es sind keine Düngerrückstände enthalten - und nicht nur zum gewohnten Zeitpunkt. Das alte Sprichwort 'Man muss Heu machen, wenn die Sonne scheint' trifft heute zweifellos auch auf die Silagezubereitung zu!"

Nach Ansicht von Dr. Davies kann die maximale Nutzung von frisch abgeweideten und konservierten Futterkulturen im Rahmen landwirtschaftlicher Betriebe dazu beitragen, dass der Landwirt vom Wert tierischer Produkte profitiert, und nicht ein Futter- oder Düngemittelhersteller.

"Die Vermeidung von Trockenmasseverlusten kann die Silagequalität verbessern. Der Ausschluss von Sauerstoff vom Ort der Silageherstellung zum Fütterungsort ist dabei eine wichtige Voraussetzung für die Vermeidung solcher Verluste", erklärt Dr. Davies. "Aus meiner Sicht hat Ballensilage viel zu bieten  - Verluste von nur 8% verglichen mit Verlusten von bis zu 25% im Fall von Fahrsilosilage."

Die folgenden zehn Empfehlungen können zu besseren Ergebnissen beitragen:

  1. Schnell auf 35-55% TM welken lassen, nicht länger als 24 Stunden für Gras und 48 Stunden für Hülsenfrüchte wie Luzerne und Rotklee.
  2. Das Erntegut innerhalb von einer Stunde nach dem Schneiden in einem möglichst breiten Schwaden ausbreiten.
  3. Ein Additiv zugeben, um die Fermentation zu kontrollieren und Verluste im Silo zu verringern.
  4. Erntegut zerkleinern, um eine höhere Verdichtung und bessere Substratverfügbarkeit zu erzielen - das Ziel sollten 200 - 220 kg TM/m3 sein.
  5. Falls nötig und je nach vorgesehener Verwendung Silage-Impfstoffe (Inocula) zugeben.
  6. Möglichst schnell nach der Ballenherstellung wickeln, idealerweise innerhalb von zwei Stunden, dazu hochwertige Folie mit einer Vorstreckung von 55 - 70 % verwenden.
  7. Mindestens sechs Folienlagen verwenden; dies bietet eine optimale Barriere gegen Sauerstoff, verringert Atmungsverluste und verhindert Schimmel- und Hefewachstum.
  8. Mit den Ballen sehr sorgfältig umgehen, um eine Beschädigung der Folie und Silageverluste durch eindringende Luft zu verhindern.
  9. Ballen mit feuchter Silage (<25%TM) sorgfältig aufeinander stapeln, höchsten zwei Ballen hoch; bei Silage mit >35% TM können drei Ballen aufeinander gestapelt werden.
  10. Den Ballenstapel oben mit einem Netz abdecken, um Schäden durch Vögel und Nager auszuschließen.

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