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In den letzten Jahren hatte schlechtes Wetter bedeutende Wirkungen auf die britische Landwirtschaft. Das Wetter neigt immer mehr zu Extremen, und es wird immer weniger vorhersehbar, was insbesondere die Ernte von Halbheu erschwert. Die einzige eindeutige Vorhersage, die wir für die Saison 2008 haben, lautet, dass sie ungewiss sein wird. In 2006 verzeichneten wir eine Silageverknappung infolge einer Hitzewelle im Sommer. In 2007 entwickelte sich das Wetter genau umgekehrt, und Überschwemmungen machten die Silageherstellung unmöglich. Dazu kommt, dass Landwirte immer stärker gefordert werden, die Wirkung ihrer Tätigkeit auf die Umwelt zu berücksichtigen und ihre Kohlendioxidemissionen zu reduzieren, sei es durch den Einsatz umweltverträglicher Maschinen oder - noch besser - durch geringere Methanemissionen von Kühen. Aber diese Aussichten sind nicht nur trübe. Diese Herausforderungen sind vor dem Hintergrund der Möglichkeiten zu sehen, die sich Viehzüchtern bieten. Die erhöhte Biokraftstoffproduktion und wachsende Nachfrage aus China haben zu einer Verknappung des Nutztierangebots geführt. Jetzt ist es an der Zeit, Silagefutter optimal zu nutzen, damit die Endprodukte - Fleisch oder Milchprodukte - beste Qualität haben und auf dem Markt optimale Gewinne abwerfen. Durch Anwendung bewährter Techniken in der Silageproduktion können Landwirte einen positiven Beitrag zu all diesen Fragen leisten. Weniger Verluste an Trockenmasse bedeuten bessere Silagequalität und weniger Kohlendioxidemissionen. Der Ausschluss von Sauerstoff von der Silageherstellung bis zur Verfütterung ist der beste Weg, um diese Verluste zu vermeiden. Ballensilage ist in dieser Hinsicht im allgemeinem am besten geeignet: Die Verluste betragen gerade 8% verglichen mit Werten von bis zu 25% für Fahrsilosilage. Das Institute of Grassland and Environmental Research (IGER) empfiehlt, Silageballen mit sechs Folienlagen zu wickeln. Dies garantiert eine optimale Barriere gegen das Eindringen von Sauerstoff, reduziert Atmungsverluste und verhindert das Schimmel- und Hefewachstum. Die Ballen sollten so bald wie möglich nach der Herstellung - im Idealfall innerhalb von zwei Stunden - gewickelt werden, um aerobe Respiration zu verhindern. Wichtig ist auch, dass die Ballen sorgfältig gehandhabt und gelagert sowie mit Netzen bedeckt werden, um sie vor Wildfraß zu schützen. Wichtig ist aber auch, dass man nicht nur auf das Detail achtet, sondern dass die Landwirte auch in ihrem Ansatz in der Tierfutterherstellung flexibler sind. Dies bedeutet, dass man Silage dann herstellt, wenn sich die Möglichkeit bietet, und nicht nur der Tradition gemäß. Das Wetter ist unberechenbar, weshalb es finanziell sinnvoll ist, auf Sicherheit zu gehen, selbst wenn dies einen leichten Kompromiss beim Ertrag bedeutet. Das alte Sprichwort "mach Heu, wenn die Sonne scheint" ist heute sicherlich auf die Silageherstellung anwendbar. < Zurück zum Frühjahr '08 Newsletter |
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