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Hohe Konzentratpreise im kommenden Winter in Verbindung mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen es wichtiger denn je, die Rolle zu beachten, die Futterpflanzen bei der Kontrolle der Produktionskosten spielen können. In diesem Artikel geht Dr. Martin Yeates - ein unabhängiger Experte für Milcherzeugung und Milchprodukte - auf den jüngsten 'Forage Costings Report' ein, der die Kosten der Herstellung verschiedener Futterpflanzen vergleicht. Die Kulturen, die angebaut werden, mit den Anforderungen der Nutztiere in Einklang zu bringen und gleichzeitig die Grenzen des Betriebs zu kennen spielt eine zentrale Rolle. Wichtig ist aber auch der Anbau von kosteneffizienten Kulturen - besonders im schwierigen Wirtschaftsklima der heutigen Zeit. Der von Advanta unterstützte Kingshay's Forage Costings Report berechnet die Vergleichskosten der Herstellung von jeweils einer Tonne verschiedener Futterpflanzen unter Berücksichtigung aller Kostenimplikationen wie Arbeits- und Maschinenkosten, Anbau, Ernte und Ernteverluste sowie Lagerung.
Quelle: Futterkostenbericht Insbesondere der Ertrag wirkt sich massiv auf die Produktionskosten aus - mit abnehmendem Ertrag steigen die Kosten pro Tonne. Daher ist ein guter Ertrag erstklassiger Futterpflanzen der Schlüssel zur Senkung der Futterkosten. Landwirte sollten vorsichtig mit anderen Futterpflanzen sein, die eine hohe Qualität versprechen, aber oft nur geringe Ernten erbringen. Im Fall selbst angebauter Futterkulturen hat auch der Arbeitsschritt nach der Ernte bedeutende Auswirkungen auf die Kosten. Der Bericht weist darauf hin, dass Ballensilage technisch zwar teurer ist als Fahrsilosilage - etwa £6 (7,60€) pro Tonne - jedoch müssen die vermeintlichen Einsparungen von Fahrsilosilage im Kontext gesehen werden. Die höheren Kosten der Herstellung von Rundballen sind weitgehend dadurch bedingt, dass das Pressen und Wickeln von Großballen und deren Transport mehr kosten als die Ernte und Silierung im Fahrsilo des Erntegutes. Dies muss aber im Vergleich zur Flexibilität und guten Handhabbarkeit von Rundballen gesehen werden - Aspekte, die nur schwerlich beziffert werden können. Rundballen sind ein bemerkenswert flexibles Instrument für die Grünlandwirtschaft. Sie eignen sich besonders gut dazu, kleine Flächen von überschüssigem Gras aus dem Weisezyklus heraus zu nehmen und den Kühen auf diese Weise erstklassiges Gras zu verfüttern. Rundballen eignen sich auch als "Futterpuffer" im Frühjahr oder für die Verfütterung an Transitkühe (Milchkühe, die ca. vier Wochen vor dem Abkalben nicht mehr gemolken werden), wenn das Siliergut von Flächen mit einem niedrigen Kaliindex stammt. Auch hier hängt die Senkung der Kosten von Rundballen entscheidend vom Ertrag ab - erreicht wird dies durch die Minimierung von Verlusten. Zentral ist, dass die Ballen richtig gewickelt werden. Beachten Sie: Die Kosten der Folie sind gering im Vergleich zur Aufzucht einer Kultur, bis sie geeignet für die Ballenherstellung ist. Nach dem Wickeln ist zudem wichtig, dass die Ballen sorgfältig gestapelt werden, so dass die Qualität aufrecht erhalten und die Gefahr einer Beschädigung, wie durch eine durchgestoßene Folie, minimiert wird. Letztlich sind selbst angebaute Futterkulturen eine gute Lösung, sofern während des ganzen Prozesses die nötigen Investitionen vorgenommen werden - von der Auswahl der Kultur bis zur Wickelmethode, die für die Ballen eingesetzt wird, um so einen maximalen Ertrag und minimale Kosten sicher zu stellen. < Zurück zum Herbst '08 Newsletter |
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