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Seit seinem Schulabschluss arbeitet Maurice Jones im Betrieb seiner Familie in Montgomeryshire im Hügelland von Mid-Wales, Großbritannien. Er baute den Mischbetrieb von damals 100 Hektar auf heute über 1000 Hektar aus. Eine schwierige Aufgabe und harte Arbeit, wie Jones zu berichten weiß: "Die Marktbedingungen sind durch wachsenden Wettbewerb sehr schwierig geworden. Um einen akzeptablen Gewinn zu machen, muss der Landwirt mit allen Mitteln versuchen, den größt möglichen Nutzen aus seinem Land heraus zu holen." Anpassungsfähigkeit ist der ausschlaggebende Faktor in Jones' Einstellung zur Landwirtschaft. Er sucht kontinuierlich nach neuen Möglichkeiten zur Steigerung der Produktivität. Jones reist regelmäßig ins Ausland, um sich von Milchwirtschaftbetrieben auf der ganzen Welt inspirieren zu lassen - demnächst wird er in die Ukraine und in die USA reisen, um sich über neue Praktiken zur Verbesserung der Fruchtbarkeit und Ernährung seiner Herde von mehr als 1.000 Kühen zu infomieren. Jones leitet einen erfolgreichen Betrieb. Ein hoch effizientes Silagesystem sorgt unter anderem dafür, dass er maximalen Wert aus seinem Land herausholt. Er verwendet Hochsilos und Fahrsilos für das Hauptfutter und Ballen für das restliche Drittel - das sind ca. 10.000 Silageballen pro Jahr. Jones sagt: "Ballen sind sehr wichtig, um Silage aus schwer zugänglichen Gegenden zu bekommen, in denen der Einsatz von Traktoren nicht möglich ist, zum Beispiel in hügeligem oder steilem Gelände. Ich stelle oft Ballen her, wenn ich die äußeren Bereiche meines Landes oder kleine Flächen mähe." Arbeitseffizienz und Kosteneinsparungen sind für Jones einige der klaren Vorteile der Ballenherstellung: "Für die Ballenherstellung braucht man keine große Arbeitergruppe auf dem Feld, weil der Prozess schnell und mit wenig Leuten zu bewältigen ist. Dies ist besonders wichtig, wenn man schnell auf sich ändernde Wetterbedingungen reagieren muss, wie wir sie in den letzten Jahren oft erlebten. Die Wirkung der Klimaveränderung macht mir zunehmend Sorgen - ich habe seit über dreißig Jahren nichts Vergleichbares wie die Überschwemmungen im letzten Jahr gesehen." James Warne, Farm Advisor der UK Farming & Wildlife Advisory Group (FWAG) stimmt zu, dass Landwirte infolge der Überschwemmungen in Großbritannien im Vorjahr unter noch größeren Druck gesetzt wurden: "Viele Landwirte verloren Kulturen, die entweder kurz vor der Ernte standen oder die bereits geschnitten und von der Flut weggetragen wurden. Als Ergebnis fehlte dann vielen Betrieben Silage als Winterfutter. Ferner litt die Qualität des Grases, das längere Zeit unter Wasser stand. Dies hatte wiederum eine Verschlechterung der Silagequalität und einen Rückgang der Produktion von Tieren zur Folge, die mit Silage aus diesem Gras gefüttert wurden." Jones sagt, dass die Ballensilage dem Landwirt entscheidend dabei helfen kann, unvorhersehbarem Wetter zu trotzen: "Mit Ballensilage kann ich schnell reagieren, wenn schlechtes Wetter zu erwarten ist. Ich kann schnell ein kleines Team aufs Feld bringen, um die Ballen zu wickeln, bevor der Regen einsetzt. Diese Technik wird in Zukunft angesichts der Klimaveränderung noch wichtiger werden." Jones hat seine eigenen Tipps für die Herstellung optimaler Silage: "Auf meinem Hof mögen wir Silage mit hohem Trockenmassegehalt. Um hochwertige Silage zu erhalten, ist es wichtig, dass die Ballen dicht mit ausreichend Folie komprimiert werden und dass das Erntegut nicht zu stängelig ist und die Folie durchlöchert. Vor allem müssen die Ballen vorsichtig gehandhabt werden - auf Anhängern mit sauberer Ladefläche und Greifern, die die Ballen sicher heben können. Wenn man diese Regeln befolgt, verdirbt sehr wenig Silage. Minderwertige Silage kann sich sehr nachteilig auf die Ernährung und Gesundheit der Herde und folglich auf den Gewinn auswirken." < Zurück zum Frühjahr '08 Newsletter |
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