William Alexander, ein Landwirt aus Kent, berichtet in Silage Insights, warum Großballensilage seinem Mischbetrieb ein Optimum an Flexibilität bringt.

Wie sein Vater vor ihm betreibt William Alexander seit über dreißig Jahren einen landwirtschaftlichen Betrieb in den North Downs von Kent. Das sanfte Hügelland von Kent - auch 'Garten Englands' genannt - ist die Grundlage einer Vielfalt landwirtschaftlicher Betriebe, so auch für den Mischbetrieb von William Alexander. Williams 1200 Morgen Land unterstützen eine Mischung von Acker- und Gartenbaukulturen sowie die Rinderzucht.

Kühe aur der Weide und Lavendelfeld

Foto: William Alexander

In den letzten dreißig Jahren hat sich William dem wachsenden Trend britischer Landwirte angeschlossen, die ihren Betrieb diversifiziert haben.  Er züchtet Kamille, Rosmarin und insbesondere Lavendel zur Gewinnung essentieller Öle, die im Betrieb destilliert werden. Hopfen wird zu Dekorationszwecken und für den Trockenblumenmarkt angebaut; hier wird er von Innenarchitekten, für Hochzeiten und zum Schmuck von Küchen verwendet. Einmal stellten William und seine Frau Caroline ihre Trockenblumen sogar auf der weltberühmten Chelsea Flower Show in London aus und gewannen fünf Goldmedaillen. William hat auch einen Obstgarten, in dem Besucher ihre eigenen Apfel pflücken können. Der Laden "The Hopshop" verkauft neben Nahrungsmitteln und Präsenten aus der Nachbarschaft die frischen Produkte des Betriebs, wie Früchte, Rindfleisch und natürlich Williams eigene Lavendelölmarke.
William züchtet jedes Jahr 200-250 Kälber. Dazu verwendet er eine Kombination von Fahrsilosilage (Mais) und Großballensilage (Gras). William ist überzeugt, dass Maissilage seinen Tieren insbesondere in den Wintermonaten viel Energie liefert,  aber zu wenig Proteine hat, während die Großballensilage aus Klee und Gras für eine bessere Proteinzufuhr und eine hohe Aufnahme sorgt, weil sie ausgezeichnet schmecke.

William führte vor kurzem auch Klee in sein Grünland ein, weil dadurch weniger Dünger benötigt wird und folglich Kosteneinsparungen erzielt werden können. Klee garantiert in trockenen Sommern außerdem eine höhere Produktion als eine ausschließliche Grasnarbe.  Der vom Klee natürlich gelieferte Stickstoff verbessert zudem die Nachhaltigkeit des Betriebs.
William erklärt: "Mais muss auf größeren Feldern angebaut werden, auf denen große, moderne Maschinen für die Ernte eingesetzt werden können; Großballensilage kann dagegen mit kleineren Maschinen auf kleineren Feldern hergestellt werden, die weniger leicht zu bewirtschaften sind."


Kühe im Bach

Foto: William Alexander

"Die Flexibilität von Großballensilage reicht bis zur Fütterung, weil es uns einzelne Ballen ermöglichen, im Herbst und Frühjahr kleine Gruppen von Tieren draußen zu füttern, ohne dass wir ein großes Fahrsilo öffnen müssen. Bei Fahrsilosilage kann es zu einer sekundären Fermentation kommen, und Schimmel kann Silageverluste verursachen, wenn die Silage nicht zügig verbraucht wird".
Ferner weist William darauf hin, dass es ebenso wichtig ist, eine Verschlechterung der Silagequalität durch Sauerstoff zu verhindern, der durch die Folien eindringt, "indem man die Ballen mit erstklassiger Kunststofffolie korrekt wickelt".
Für weitere Informationen über Williams Betrieb besuchen Sie www.hopshop.co.uk

 

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