Michael Strauch führt mit seinem Vater Berthold Strauch seit 1992 das Lohnunternehmen Agrar Service Strauch im niederrheinischen Isselburg an der Grenze zu den Niederlanden. Mit 16 Festangestellten sowie Saisonkräften bieten die Strauchs Erntedienstleistungen (Mais, Gras, Getreide, Ganzpflanzen, Heu und Stroh), Bodenbearbeitung, aber auch Transporte oder kommunaltechnische Services an.

Zwei wesentliche Erfolgsgaranten
Mehrere tausend Ballen Silage produziert das Unternehmen jährlich, sowohl runde als auch quaderförmige. Zu den beiden zentralen Erfolgsfaktoren für hochwertige Ballensilage gehören für Michael Strauch zum einen die Qualität des Ausgangsmaterials. Damit in der Silage möglichst wenige Fremdkörper und Dreck enthalten sind, sollte zum einen der Schnitt nicht zu dicht über dem Boden erfolgen, zum anderen setzen die Strauchs auch einen Metalldetektor ein. Eine ausreichende Schnitthöhe verringert nicht nur das Eindringen von Erde und Schmutz in das Siliergut, sondern schont auch die Grasnarbe und reduziert die Entstehung von Unkraut im darauffolgenden Jahr.

Mit einer neuen Hochdruckballenpresse ist der Lohnunternehmer aufgrund einer hydraulischen Höhenverstellung zudem in der Lage, wechselnde Bodenbedingungen zu berücksichtigen. Bei unebenem Gelände wird auf diese Weise trotzdem sichergestellt, dass das Siliergut sauber ist.

Um den Boden zusätzlich zu schonen, setzt das Unternehmen breite Reifen bei seinen Maschinen ein.

Das zweite wichtige Kriterium ist die Folie, mit der die Ballen gewickelt werden. "Unser Standard sind acht Lagen", so Michael Strauch, "weniger ist aus unserer Sicht zu wenig für hochwertiges Futter." Vor allem, wenn die Silage nicht luftdicht eingeschlossen wird, droht schnell ein Qualitätsverlust. "So wie jedes Loch, zum Beispiel verursacht durch Raben, gleich einen Schimmelfleck bedeutet, muss auch der ganze Ballen ordentlich verdichtet und sauber gewickelt werden."

Bis der Lohnunternehmer die richtige Folie für seinen Ballenwickler gefunden hat, hat er allerdings etwa 10 bis 15 Verschiedene ausprobiert. "Wir haben die Erfahrung machen müssen, dass alles außer wirklicher Qualitätsfolie nur Ärger macht. Die Folie reißt ständig oder verklebt den Wickler, so dass wir nicht einmal einen Ballen am Stück wickeln konnten, sondern ständig den Ballen wieder herunter nehmen mussten, um die Maschine zu reinigen", erklärt Michael Strauch. Sein Tipp: öfter einmal die Folie wechseln, bis man die optimale für das jeweilige Gerät gefunden hat.

Einfluss des Wetters
Insbesondere in feuchten Jahren, wie auch 2009, stellt Ballensilage für Michael Strauch ein gutes Instrument dar, um mit Ernteüberschüssen umzugehen. Gerade, wenn es wie dieses Jahr sehr viel Gras gibt, nutzen viele Landwirte die Gelegenheit, um aus ein paar wenigen Wagenladungen Gras, für die es sich nicht lohnen würde, ein großes Fahrsilo neu anzulegen, flexibel einsetzbare Ballensilage zu produzieren. "Für die späten Schnitte zum Herbst hin werden gerne Ballen nachgefragt", erklärt Michael Strauch. Auch Nebenerwerbslandwirte oder Landwirte mit kleineren Flächen scheuen die erheblichen Investitionen in Siloanlagen und greifen daher gerne auf die Silage in Ballenform zurück.

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