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Die Produktivität zu steigern und gleichzeitig die Kosten zu senken erscheint Wunschdenkenvon Nutztierhaltern zu sein, die mit rückläufigen Preisen und Margen zu kämpfen haben – insbesondere bei der Milchproduktion. Jüngste Forschungsarbeiten zeigen aber, dass mit der Einführung von Rotklee als Silagekultur genau dies erreicht werden könnte, weil Rotkleesilage bedeutende Vorteile bezüglich der Verringerung der Einsatzkosten und der Steigerung des Nährwertes des resultierenden Futters bringt. Mit guten Siliertechniken lässt sich Rotklee erfolgreich zu Ballen verarbeiten, so dass flexible Futteroptionen mit einem ausgezeichneten Ernährungsprofil für verschiedene Tierarten zur Verfügung stehen.
Laut dem Institute of Biological, Environmental and Rural Sciences (IBERS) – einem der Gründungsmitglieder des neuen Silage Advisory Centre, das gegründet wurde, um die Vorteile von Ballensilage als modernes Instrument für die Grünland- und Futterkulturwirtschaft zu propagieren – können alternative Futterkulturen wie Rotklee Ernährungs- und Kostenvorteile gegenüber Grassilage bieten. Rotklee hat einen geringeren Fasergehalt und ist gut verdaulich, was zu einer 20 Prozent höheren Aufnahme und dadurch zu einer Steigerung der Leistung der Tiere bezüglich Milch- und Fleischertrag führt. ![]() "Die Einführung von Rotklee in das Sortiment der im eigenen Betrieb angebauten Futterkulturen kann die Notwendigkeit von zugekauftem Futter und von Zusatzstoffen verringern, weil Rotkleesilage eigens produziertes Protein – 14 bis 20 Prozent Rohprotein – zu akzeptablen Kosten in besserer Qualität und Quantität als Gras bietet", erklärt Dr. Dave Davies, Silage Researcher and Agricultural Outreach Manager beim IBERS. "Ferner binden Leguminosen wie Rotklee ihren eigenen Stickstoff, was zusätzliche Einsparungen bei Düngemitteln ermöglicht." Kosteneinsparungen Vom IBERS durchgeführte Forschungsarbeiten weisen darauf hin, dass sich die Kosteneinsparungen von Rotkleesilage – verglichen mit einem mehrjährigen Weidelgras bei Anwendung von 200 kg Stickstoffdünger – pro Hektar und Jahr auf cirka 117 Euro belaufen. Die Kosteneinsparung erfolgt ohne Verringerung des Futterertrags. Dieses System könnte insbesondere Milchbetrieben bestimmte Vorteile bringen.
![]() [German translation of terms in the table entitled „clover vs. grass cost analysis”: Kosten/Hektar/Jahr Weniger Stickstoff (200 kg N) Zusätzlich Kalk (1/2 Tonne) Zusätzlich Kalium (80 kg K2O) Zusätzlich Herbizid Zusätzlich Saatgutkosten Potentielle Einsparungen pro Hektar und Jahr] "Wir haben festgestellt, dass Milchviehhalter, die zurzeit rund 200 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr einsetzen, ihren Stickstoffeinsatz ohne Verringerung des Futterertrags wesentlich reduzieren könnten, wenn sie auf ihrem Weideland und in ihren Silagekulturen Weiß- bzw. Rotklee verwenden würden", fährt Dr. Davies fort. Rotklee ist als Silagekultur mit 13t TM/ha/Jahr sehr ertragreich, vergleichbar mit italienischem Hybrid-Weidelgras mit 250 Einheiten Stickstoff pro Morgen Land (40 Hektar). Die Kultur bringt auch Vorteile für die Fruchtfolge, weil die höhere Fruchtbarkeit des Bodens nach dem Kleeanbau anderen Kulturen in der Fruchtfolge zugutekommt. Der Boden wird gelüftet und die Bodenstruktur wird verbessert. Die Landwirte profitieren zusätzlich von einem breiteren Erntefenster als im Fall von Gras, weil sich die Verdaulichkeit nach der Blüte der Kultur bei Klee nicht so schnell verschlechtert wie bei Gras. Landwirte, die an der Einführung von Rotklee interessiert sind, sollten die Kultur von Mitte Juli bis Ende August in ein feines, festes und ebenes Saatbeet einsäen. Es ist eine 1,5 cm tiefe Reihensaat oder Breitsaat i möglich und das Saatgut kann entweder in eine bestehende Kultur übergesät oder im Frühjahr in eine Getreidekultur untergesät werden. Rotklee passt gut in eine Fruchtfolge mit Intervallen von jeweils 5-8 Jahren., Eine produktive Weide von drei Jahren kann daraufhin erwartet werden. < Zurück zum Newsletter Winter 2010 |
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