Nie waren Strategien zur Verbesserung der Produktivität und Kostensenkung so wichtig wie heute. Dies gilt insbesondere für den Nutztiersektor, in dem die Preise stagnierten und die Rentabilität von Milchviehbetrieben und Rinderfarmen unter Druck waren. Jüngste Forschungsarbeiten des Institute of Biological, Environmental and Rural Sciences (IBERS) haben gezeigt, dass der Einsatz von Rotklee als Silagekultur wesentliche Vorteile in Bezug auf eine Senkung der Einsatzkosten und eine Steigerung des Nährwertes bringt.
Der Einsatz alternativer Futterkulturen als Teil der im Betrieb angebauten Futterarten hat mehrere Vorteile. Diese bieten zum Beispiel Ernährungsvorteile im Vergleich zu Silage aus Gras, weil sie einen hohen Proteingehalt haben und deshalb weniger oder keine teuren Proteinergänzungsprodukte zugekauft werden müssen.
Ballensilage aus Leguminosen stellt eine alternative Futteroption dar, die Vorteile bei den Nährstoffen, einen höheren Milchertrag und Einsparungen bei den Düngemittelkosten ergibt, weil Leguminosen ihren eigenen Stickstoff binden. Insgesamt ermöglicht dies wesentliche Kosteneinsparungen gegenüber Ballensilage aus Gras.
Warum Rotklee verwenden?
- Ertragreiche Silagekultur (13t TM/ha/Jahr - entsprechend italienischem/Hybrid-Weidelgras mit 250 Einheiten Stickstoff/Morgen Land [=4047m2]).
- Weniger faserig als Gras und leicht verdaulich.
- Doppelt soviel Protein wie Gras.
- Bis zu 20% höhere Aufnahme.
- Benötigt wenig oder keinen Stickstoffdünger.
- Liefert eigenproduziertes, kostengünstiges Protein (14 - 20 % Rohprotein).
- Steigert nachweislich die Leistung der Tiere - sowohl Milch als auch Fleisch.
- Gut für die Belüftung von Böden und die Verbesserung der Bodenstruktur.
- Erlaubt ein breiteres Erntefenster als Gras.
- Wesentliche Kosteneinsparungen gegenüber Grassilage.
Anlegen von Rotkleekulturen
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Mitte Juli bis Ende August in einem feinen, festen, ebenen Saatbeet aussähen.
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Kein Stickstoff und nur mäßige Mengen Phosphat und Kalium (K) notwendig.
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Korrekte Bodenindizes = pH 6 Phosphor (P) und K- Bodenindizes von 2.
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Kann direkt 1,5 cm tief oder breitwürfig gesät, in die vorhandene Grasnarbe eingesät oder im Frühjahr unter eine bestehende Getreidekultur untergesät werden.
Produktivität optimieren
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Passt in die Fruchtwechselwirtschaft mit einem Zyklus von 5 - 8 Jahren.
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Eine produktive Feldgrasweise von 3 Jahren kann angenommen werden.
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Sollte schnell auf 25 - 30% TM welken.
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Übermäßiger Umgang mit dem Erntegut sollte vermieden werden, weil die Blätter schnell brechen.
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Beimpfen der Silage ist wichtig, um eine schlechte Fermentation zu vermeiden.
Grasen
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Sorgfältig abweiden, um wachsende Kronen zu schützen.
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Weidetritt oder tiefes Abgrasen durch Schafe verhindern.
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Gefahr des Aufblähens minimieren: Die Tiere füttern, bevor sie das erste Mal in das Feld gelassen werden.
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Grasen von Zuchtschafen sechs Wochen vor und nach dem Sprung vermeiden.
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