Stefan Sodenborg, ein schwedischer Landwirt und Maschineningenieur, der über umfangreiche Erfahrung mit traditionellen Maschinen für die Ballenherstellung verfügt, hat die Kreuzpackwickeltechnik erfunden und patentieren lassen. Bei dieser Technik wird eine zusätzliche Folienlage durch die Vorstreckmaschine geführt und dann in 90 Grad-Winkeln zu den konventionellen Lagen gewickelt.

Sodenborg zufolge ergibt sich daraus eine Reihe von eindeutigen Vorteilen. Erstens erreicht man damit eine Spannung in den Ballen über alle drei Dimensionen. Dies bedeutet, dass die Ballenpackung eine viel einheitlichere Festigkeit und Steifigkeit besitzt. Dies erlaubt es, Ballen viel höher zu stapeln, weil die Ballen ihre Form besser beibehalten. Zweitens haften die Kreuzlagen an den Kontaktflächen nicht an den konventionellen Lagen, wie dies der Fall ist, wenn nur in eine Richtung gewickelt wird. Dies ermöglicht einen gewissen Bewegungsspielraum zwischen den zwei Kreuzlagen, was zusätzlichen Schutz vor Beschädigung während des Transports und des Handlings bietet, weil die Folie weniger schnell reißt, wenn die Ballen in eine Richtung belastet werden.

Die Kreuzpacktechnik sorgt auch für eine bessere Sauerstoffsperre, wodurch Ballen bis zu fünf Jahre “frisch” gehalten werden können - deutlich länger als dies mit konventioneller Wickeltechnik möglich ist.

Studien haben ebenfalls gezeigt, dass mit der Kreuzpackwickeltechnik bedeutende Kosteneinsparungen realisiert werden können, weil weniger Folie benötigt wird, um Ballen effizient zu wickeln. Ein herkömmlicher 1,5 m Ballen, der mit 16 Folienlagen gewickelt wird, verbraucht beispielsweise nur 4,5kg Folie – 70% davon vorgestreckt. Bei der Kreuzpackmethode werden nur rund 2kg Folie für den gleichen 1,5 m Ballen mit 16 Lagen benötigt – 120-160% vorgestreckt.

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