
Sein außerordentliches persönliches Engagement hat dem Wasserexperten und Techniker Christian Pätzold aus dem Rhine Center einen Auftritt bei den Vereinten Nationen eingetragen: Zusammen mit Andrew Liveris, Präsident und CEO von Dow, hatte er dort Gelegenheit, ein Projekt vorzustellen, das die Versorgung mit Trinkwasser von Millionen Menschen in Bangladesh verbessern soll.
Die Vorgeschichte: In einem Gespräch mit dem Karlsruher Professor Jan Hoinkis erfuhr Pätzold, dass sich ein Student aus Bangladesh für die Membrantechnologie zur Wasseraufbereitung interessierte. Um die Versorgung in den ländlichen Regionen zu verbessern, wurden dort schon vor längerer Zeit von Hilfsorganisationen tiefere Brunnen angelegt, die verhindern sollten, dass die Menschen stark verunreinigtes Oberflächenwasser nutzen. Jedoch gab es auch mit diesen Brunnen Probleme, da die von ihnen erschlossenen Grundwasserschichten von Natur aus hohe Arsenkonzentrationen aufwiesen. Um dieses Schwermetall, aber auch andere Verunreinigungen (zum Beispiel Bakterien oder Viren) aus dem Trinkwasser zurückzuhalten, war eine leistungsfähige, preiswerte und leicht bedienbare Filtertechnik gefragt, die zudem keine externe Energiequelle benötigt.
Zusammen mit Professor Hoinkis und seinem Studenten machte sich Christian Pätzold deshalb vor gut drei Jahren an die Arbeit. Dank seines Engagements wurden in Kooperation mit der Universität Karlsruhe seither technische Lösungen entwickelt, die all diesen Anforderungen genügen.

