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Lebensbedingungen verbessern

Markus Wildi

In Zeiten der Globalisierung gibt es eine ganze Reihe von Herausforderungen und Problemstellungen, die von nationalen Regierungen allein nicht mehr gelöst werden können. Die Öffentlichkeit erwartet deshalb gerade von einem multinational tätigen Unternehmen wie Dow, dass es seine Möglichkeiten und Mittel zum Wohle der Gesellschaft einsetzt. Denn die Chemie ist eine Wissenschaft, die Lösungen für einige der drängendsten Probleme der Weltbevölkerung liefern kann. Schon heute gilt: Die Versorgung mit Medikamenten, Nahrungsmitteln, Trinkwasser oder Kleidung wäre ohne den Beitrag der Chemie nicht möglich. Entsprechend sehen wir uns als ein Unternehmen, das nicht nur seine Hausaufgaben in den ureigensten Bereichen – wie etwa einer sicheren und die Umwelt immer weniger belastenden Produktion – macht, sondern auch über den Tellerrand seiner eigenen Belange hinausblickt und mehr Verantwortung für das Wohl der Menschheit weltweit übernimmt.

Wir bei Dow haben die Rolle unseres Unternehmens in der Gesellschaft formuliert. Wir wollen das größte, rentabelste und geachtetste Chemieunternehmen weltweit sein. Dies wollen wir erreichen, indem wir die Lebensbedingungen der Menschen durch Einsatz von Wissenschaft und Technologie kontinuierlich verbessern. In unseren Nachhaltigkeitszielen für die nächste Dekade haben wir uns drei Schwerpunkte gesetzt. Wir möchten unsere Fähigkeiten in Wissenschaft und Technik und unsere ökonomische Potenz in die Waagschale werfen, um bis 2015 Lösungen für einige der drängendsten Menschheitsprobleme voranzubringen. Wir wollen wenigstens drei echte innovative Durchbrüche erzielen, um mit unseren Produkten, Technologien und Dienstleistungen Probleme etwa im Bereich der Ernährung, der Gesundheit, des Wohnens oder der Wasserversorgung zu lösen. Für eine effiziente und klimaverträgliche Energieversorgung wollen wir Teil der Lösung und nicht Teil des Problems sein. Und an unseren Standorten beteiligen wir uns aktiv an einer nachhaltigen Entwicklung der Gemeinden. Bei all diesen Projekten fangen wir nicht bei Null an. Schon für den Zeitraum 1995 bis 2005 hatten wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt und sie bis auf wenige Ausnahmen erreicht, beziehungsweise übertroffen. Mit unseren neuen Zielen formulieren wir deshalb auch unseren Anspruch, die Latte für nachhaltiges unternehmerisches Verhalten sehr hoch zu legen und uns dem Urteil der Öffentlichkeit zu stellen.

Warum machen wir das als privatwirtschaftliches, gewinnorientiertes Unternehmen? Die Frage lässt sich ganz einfach beantworten. Von Problemen wie dem Klimawandel und den kontinuierlich knapper werdenden natürlichen Ressourcen sind wir alle betroffen. Außerdem kann Dow als globales Unternehmen nur dann erfolgreich sein, wenn seine Mitarbeiter und Kunden in einem stabilen und gesunden Umfeld leben. An den Produktionsstandorten wollen wir nicht nur geduldet, sondern von den Anwohnern als guter Nachbar geschätzt werden. Darüber hinaus erwarten unsere Kunden Produkte, die nachhaltig die Lebensqualität verbessern. Gute Mitarbeiter können wir nur dann gewinnen und halten, wenn sie überzeugt sind, dass Dow den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Von den öffentlichen Verwaltungen erhalten wir nur dann die nötige Unterstützung und die Genehmigung zur Produktion, wenn wir zeigen, dass wir verlässlich und transparent sind und uns jederzeit durch ethisches Verhalten auszeichnen. Die Aktionäre schließlich vertrauen uns nur dann langfristig ihr Geld an, wenn wir finanzielle Stärke mit einer zukunftstauglichen Unternehmensstrategie verbinden.

Die verbindenden Elemente, all diese Anforderungen zu erfüllen, sind Wissenschaft und Technologie – und unsere Mitarbeiter, die sie anwenden. Die Chemie wird maßgeblich zur Lösung der Probleme von morgen beitragen. Als Unternehmen wollen wir solche bahnbrechenden Entwicklungen mit einem konstruktiven Dialog mit unseren Bezugsgruppen verbinden. Lassen Sie uns im Gespräch bleiben.

Markus Wildi
Vorstandsvorsitzender Dow Deutschland