2006 im Rückblick: Klimawandel im Blick

Moderne Isoliermaterialien von Dow helfen, den Energieverbrauch von Gebäuden zu reduzieren.

Dow sieht im Klimawandel eines der drängendsten Probleme, die auf die Menschheit zukommen. Die Herausforderung: Emissionen klimarelevanter Gase wie Kohlendioxid, das beim Verbrennen von Kohle, Öl oder Erdgas entsteht, müssen drastisch reduziert werden. Dow will dabei Teil der Lösung sein. Neben der Weiterentwicklung neuer Formen der Energiegewinnung ist es vor allem der effizientere Einsatz von Energie, der Erfolge verspricht. Bereits von 1995 bis 2005 war es gelungen, die Energieeffizienz erheblich zu steigern. Insbesondere die deutschen Standorte konnten hier große Erfolge verzeichnen. Dabei sind es die vielen kleinen Ansatzpunkte, die sich zu großen Einsparungen summieren. Durch Optimierungmaßnahmen wurde der Energieverbrauch im Rhine Center um eine Größenordnung gesenkt, die dem jährlichen Bedarf von 2.800 privaten Haushalten entspricht. Und an den mitteldeutschen Standorten wurde zwischen 2001 und 2006 Energie in der Größenordnung des jährlichen Verbrauchs von 20.000 privaten Haushalten eingespart.

Ein weiteres Schwerpunktthema bei Dow ist Wasser. Sauberes Wasser ist ein knappes Gut auf der Erde – und sehr ungleich verteilt. Dow engagiert sich deshalb sowohl mit technischen Problemlösungen in seinem Geschäftsbereich „Water Solutions“ als auch auf der humanitären Ebene mit Spenden für die Versorgung von Entwicklungsländern mit sauberem Trinkwasser. So unterstützt Dow als Hauptsponsor den Blue Planet Run® 2007. Mit diesem weltumrundenden Staffellauf soll auf den Trinkwassermangel aufmerksam gemacht und Geld für Trinkwasserprojekte in Entwicklungsländern gesammelt werden. Der sparsame Umgang mit Wasser ist auch an den Standorten von Dow eine tägliche Aufgabe. Zum Beispiel konnten im Rhine Center in den vergangenen zehn Jahren Produktionsabwässer auf nahezu Null reduziert werden. Die vor rund 30 Jahren in Betrieb genommene biologische Abwasserreinigungsanlage wird nur noch zu etwa 30 Prozent ausgelastet – überwiegend mit Oberflächen- und Sanitärabwasser.

In Stade wurde in den zentralen Produktionsanlagen erstmalig eine Kreislaufführung von Brauchwasser realisiert. Das Projekt: Für die Aussolung des Salzstocks in Ohrensen werden jährlich etwa 14 Millionen Kubikmeter Wasser benötigt. Über eine Pipeline wird die gesättigte Salzsole ins Stader Werk gepumpt und dort elektrochemisch in Chlor, Wasserstoff und Natronlauge aufgespalten. Gut die Hälfte des Chlors wird in der PO-Anlage zu Propylenoxid weiterverarbeitet. Diese Anlage verbraucht ihrerseits noch einmal über 20 Millionen Kubikmeter im Jahr. Anstatt dieses – übrigens sehr salzhaltige – Wasser in der biologischen Abwasserreinigungsanlage zu reinigen und danach in die Elbe zu leiten, wird es jetzt so aufbereitet, dass es zum Aussolen der Salzkavernen in Ohrensen geeignet ist. Auf diese Weise wird weniger Wasser aus der Elbe entnommen und zugleich können rund 500.000 Tonnen Salz, das als Nebenprodukt in der PO-Anlage anfällt, zurück gewonnen werden.

Wasser ist auch ein zentrales Thema bei den Kooperationen vor Ort. So unterstützt Dow zum Beispiel in Stade das Projekt „Lebendige Elbe“ des Gymnasiums Athenäum. Im Rahmen dieses Projektes, an dem sich mittlerweile rund 200 weitere Schulen entlang der Elbe beteiligen, werden von Schülern chemische und biologische Untersuchungen über die Güte des Elbewassers und das biologische Leben in der Uferzone vorgenommen. Vergleichbare Schulprojekte, zum Beispiel an der Saale, werden auch an anderen Standorten gefördert. Schließlich standen 2006 erneut Maßnahmen zur Emissions- und Abfallminderung auf der Agenda. Auch hier liegt das Geheimnis des Erfolgs vor allem in der stetigen Kleinarbeit. Ein Beispiel dafür liefert die Epoxy-Produktion im Rhine Center. Ab 2004 wurden alle Arbeitsschritte unter die Lupe genommen, warum wo wie viel Abfälle entstanden. Durch viele kleine Einzelmaßnahmen gelang es, die Abfallmenge innerhalb weniger Jahre zu halbieren. Insgesamt konnte im Rhine Center die Abfallmenge seit 1995 um rund 45 Prozent reduziert werden.

* Blue Planet Run® ist eine Marke der Blue Planet Run Foundation.

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Die in diesem Public Report gezeigten Diagramme basieren auf geänderten Berechnungsgrundlagen und sind deshalb mit den Daten in den Vorjahresreports nicht vergleichbar.