Die Arbeit des Bürger-Berater-Gremiums
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Das Stader Bürgerberatergremium informierte sich zusammen mit der Bürger-Kontakt-Gruppe Rheinmünster über die Hochturmbiologie und das Umweltschutzkonzept des Werkes Stade. |
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Bürgerberatungsgremien (CAP - Community Advisory Panel) sind an den verschiedenen Dow Standorten ins Leben gerufen worden, um den kontinuierlichen, konstruktiven Dialog zwischen den ortsansässigen Bürgern und der Chemieindustrie an den Standorten zu ermöglichen und zu verbessern. Entstanden aus dem Programm Responsible Care® (Verantwortliches Handeln) der Chemical Manufacturers Association (Verband der Chemischen Industrie in den USA) bieten die Bürgerberatungsgremien der Öffentlichkeit eine Plattform, um Sorgen und Fragen zu formulieren, so dass die Chemieindustrie sich gezielter um diese Bedenken kümmern kann.
Bereits sehr frühzeitig - vor anderen Unternehmen - initierte Dow solche Bürgerberatungsgremien an seinen großen Standorten. Das Ziel: Vertrauen zu bilden, beiderseitigen Respekt zu schaffen und eine ständige Kooperation zwischen Dow und den Standort-Gemeinden zu etablieren.
CAP-Report Werk Stade
Von den acht CAPs an Dow Standorten in Europa befinden sich vier in Deutschland. Das zweitälteste davon (nach dem Rhinecenter) startete 1993 in Stade. Zur Zeit hat das Stader Gremium 19 Mitglieder aus Ortschaften rings um das Werk. Sie repräsentieren ganz unterschiedliche Berufe und Interessen und viele von ihnen haben neben der ehrenamtlichen Mitgliedschaft im Gremium weitere öffentliche Funktionen wie zum Beispiel die eines Innungsmeisters, Brandmeisters der freiwilligen Feuerwehr oder Handballtrainers inne.
Bei den monatlichen Treffen, die von einem unabhängigen Moderator geleitet werden, steht die Diskussion mit Führungskräften von Dow Stade im Mittelpunkt. Die Themen reichen von Umweltschutz und Sicherheit bis zur Beschäftigungssituation und der Einkaufs- und Steuerpolitik von Dow. In den vergangenen knapp dreizehn Jahren wurden zahlreiche Themen wie der Werksentwicklungsplan, Sondervorhaben im Bereich Umweltschutz sowie gelegentliche Konflikte mit Nachbarn und Anliegern für beide Seiten zufriedenstellend bearbeitet.
Um diese Diskussionen auch einem breiteren Umfeld zugänglich zu machen, will das Gremium die Bemühungen verstärken, wichtige Informationen breiter zu streuen. Hierzu dient unter anderem eine Broschüre, in dem sich das Bürger-Berater-Gremium vorstellt und seine laufende Arbeit an konkreten Beispielen erläutert. Gelegentlich wird die Presse zu den Sitzungen eingeladen, um der Öffentlichkeit beispielhaft die Arbeit des Gremiums und die Möglichkeiten der Kommunikation mit dem Werk über die Gremiumsmitglieder darzustellen. Auch die Beteiligung von Mitgliedern des Beratergremiums an Ereignissen mit starkem Öffentlichkeitsbezug kann hier einen Beitrag leisten. Ergänzend sollen vermehrt interessierte Gäste zu den Meetings eingeladen und an der Diskussion beteiligt werden.
Seit dem Jahr 2000 verfügt das Bürger-Berater-Gremium Stade zudem über einen von Dow zur Verfügung gestellten Spendenetat, aus dem soziale und kulturelle Projekte in der Region gefördert werden. Entsprechend diskutiert das Gremium auch regelmäßig über die Auswahl geeigneter Projekte; dies schließt ein vor- und nachbereitendes Gespräch mit den Begünstigten ein.
In einer 2005 durchgeführten Bürger-Befragung, dem bei Dow an den großen Standorten in mehrjährigen Abständen stattfindenden so genannten Public Image Survey, wurde dem Stader Werk eine überdurchschnittlich hohe Akzeptanz attestiert. Während zum Beispiel laut einer Umfrage des Verbandes der Chemischen Industrie insgesamt 62 Prozent aller Bürger der chemischen Industrie Vertrauen entgegenbringen, sind es gegenüber Dow Stade im Umkreis des Werkes 94 Prozent. Dabei zeigte sich 2005 auch, dass dieses hohe Vertrauen – beispielsweise in die Sicherheitsleistungen – in den vergangenen Jahren gegenüber der letzten Umfrage von 2002 noch einmal deutlich um vier Prozent zugenommen hat. Die Untersuchung bestätigte ferner, dass dieses Ergebnis sowohl auf die inhaltlichen Bemühungen um hohe Umweltstandards als auch auf die offene und transparente Kommunikation des Werkes mit seinen Nachbarn zurückzuführen ist.