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Überblick
Die wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt, einer Region oder einer Nation ist weitgehend abhängig von unternehmerischen und geschäftlichen Aktivitäten. Gehälter, Steuern und das Beschaffungsaufkommen von Unternehmen tragen entscheidend zu einer gesunden wirtschaftlichen Entwicklung bei und damit indirekt auch zur Verbesserung der Infrastruktur sowie zur sozialen und kulturellen Prosperität. In diesem Kapitel finden Sie Schlüsselfaktoren, die unsere Rolle in der Gesellschaft widerspiegeln und einen Eindruck von der wirtschaftlichen Bedeutung des Werkes Stade vermitteln.
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Die Beschaffung vor Ort
Wenn wir für einen Standort einkaufen, sind wir in einer zwiespältigen Situation. Als globales Unternehmen haben wir die Verantwortung, wettbewerbsfähig zu bleiben und unsere Kosten auf ein Minimum zu reduzieren. Für bestimmte Produkte bedeutet dies eine konsolidierte Beschaffung mit großem Volumen, unabhängig vom Standort des Lieferanten. Doch es gibt andere Produkte und Dienstleistungen, die wir naturgemäß in der jeweiligen Region einkaufen - wie beispielsweise Instandhaltungsarbeiten. Die Einkaufsabteilungen vor Ort arbeiten dabei eng mit den lokalen Lieferanten zusammen, um die Einhaltung unserer strategischen Beschaffungsrichtlinien sicherzustellen.
Neue Projekte
In diesem Zusammenhang sind vier größere Projekte am Standort Stade besonders zu erwähnen:
Ende 2003 ging eine rund 390 Kilometer lange Pipeline quer durch die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in Betrieb, die die Dow Standorte Stade und Teutschenthal miteinander verbindet. Insbesondere Ethylen, das per Schiff nach Stade gelangt, wird durch diese neue Pipeline in große unterirdische Speicher in Teutschenthal geleitet. In den nahe gelegenen mitteldeutschen Werken wird dieser wichtige chemische Grundstoff anschließend zu hochwertigen Kunststoffen weiterverarbeitet. Der Bau der Pipeline erfolgte nach modernsten technischen Gesichtspunkten. Sie ergänzt das bereits vorhandene Rohrleitungs-Netz von Dow Deutschland mit jetzt insgesamt 980 Kilometern Länge. Eine weitere Pipeline vom Werk Stade nach Brunsbüttel zur Belieferung der Firma Sasol mit Ethylen ist mittlerweile in Bau. Diese neue Pipeline ist der Anfang eines Netzwerkes zum Vertrieb von Ethylen. Der werkseigene Hafen Stade-Bützfleth ist der größte Ethylen-Hafen Europas. Die Pipeline-Technik gilt weltweit als die sicherste und umweltfreundlichste Methode zum Transport solcher chemischen Grundstoffe und wird von Dow bereits seit Jahrzehnten ohne Havarien betrieben.
In Zusammenarbeit mit der Spedition Talke wurde ein hochmodernes Logistikzentrum für die Einlagerung und den Versand des Produktes Methocel® errichtet. Schließlich konnte 2004 das neue Südwesttor des Werkes eingeweiht werden. Mit dieser „strategischen Investition“ zur Zukunftssicherung des Standortes wird ein 200.000 Quadratmeter großes Gelände im Werk erschlossen, auf dem sich kooperierende Unternehmen ansiedeln können.
Darüber hinaus hat sich Dow Stade personell und mit Knowhow für ein Konzept zur wirtschaftlichen Entwicklung der südlich von Hamburg gelegenen Süderelbe-Region engagiert. Ziel ist es, die speziellen Wachstumspotentiale der Region zu entwickeln und damit auch zur Standortsicherung der bereits existierenden Unternehmen beizutragen. Speziell auf die Chemieindustrie bezogen, dient diesem Ziel auch das „Chemcoast“-Projekt. Unter diesem Namen kooperieren mehrere Chemiestandorte der norddeutschen Küstenländer. Auch Dow Stade ist an dieser Kooperation beteiligt.
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