Dow gibt Ergebnisse des vierten Quartals und für das Gesamtjahr bekannt
Dow erreicht trotz niedrigerer Gewinne im vierten Quartal einen beträchtlichen Cash Flow Dow AgroSciences erzielt für das Gesamtjahr einen Umsatzrekord und ein Rekordergebnis beim EBIT
Wesentliche Punkte im vierten Quartal 2008
- Das Unternehmen hat einen Verlust von $1,68 pro Aktie ausgewiesen; ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen betrug der Verlust $0,62 pro Aktie. Im vierten Quartals 2007 wurde ein Gewinn von $ 0,49 pro Aktie erzielt; ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen belief sich der Gewinn für das vierte Quartal 2007 auf $0,84 pro Aktie. (Siehe dazu die "Ergänzenden Informationen" am Ende dieses Dokuments; dort finden Sie eine Beschreibung dieser Posten.) Außerdem wurde der Gewinn in diesem Quartal durch eine deutlich höhere effektive Besteuerungsrate belastet, was sich in mehreren Buchungsposten in Höhe von insgesamt $295 Millionen negativ ausgewirkt hat. Diese entsprechen $0,32 pro Aktie.
- Das Unternehmen hat gegenüber den im Oktober 2008 angekündigten verbindlichen Zusagen für das vierte Quartal bezüglich der Sicherung des Cash Flows und der Kostenkontrolle eingehalten. Die durch das Management verfügten Maßnahmen haben dazu geführt, dass im Betrieb $2,2 Milliarden erwirtschaftet wurden und dass der freie Cash Flow(1) in diesem Quartal bei $1,2 Milliarden lag.
- Dow hat im vierten Quartal 2008 einen Umsatz von $10,9 Milliarden erwirtschaftet; dies ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Rückgang um 23 Prozent. Das Umsatzvolumen ist um 17 Prozent eingebrochen, wobei in allen operativen Segmenten und in allen geografischen Regionen infolge des weltweiten Konjunktureinbruchs sowie aufgrund des Abbaus der Lagerbestände in den meisten Wertschöpfungsketten ein Rückgang zu verzeichnen war.
- Um sich den schwierigen Marktbedingungen anzupassen, hat das Unternehmen die Produktion zurückgefahren, was wiederum zu einem historisch niedrigen Auslastungsgrad geführt hat. Dies gilt vor allem für den Monat Dezember, in dem eine Auslastung von 44 Prozent verzeichnet wurde. Die Auslastungsrate für das gesamte Quartal lag bei 64 Prozent - ein Negativrekord in den letzten 25 Jahren
- Die Preise sind gegenüber dem vierten Quartal 2007 um 6 Prozent gesunken, wobei der Rückgang um 15 Prozent in den Basis-Geschäftsbereichen durch eine Erhöhung um 4 Prozent in den Performance-Geschäftsbereichen abgemildert wurde. Der Preisverfall im Basis-Segment ist in erster Linie auf einen 23prozentigen Rückgang der Kosten für Rohstoffe und Energie im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückzuführen.
Highlights des Jahres 2008
- Im operativen Geschäft wurde 2008 ein Cash Flow von $4,7 Milliarden erwirtschaftet, was trotz der sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Steigerung um mehr als $200 Millionen gegenüber dem Ergebnis von 2007 ist.
- Trotz des Umsatzeinbruchs im vierten Quartal konnten die Umsätze 2008 um 7 Prozent gegenüber dem Ergebnis von 2007 gesteigert und mit $57,5 Milliarden ein weiteres Rekordergebnis für das Unternehmen erzielt werden. Die Preise sind um 12 Prozent gestiegen, wogegen das Umsatzvolumen um 5 Prozent gesunken ist.
- Dow AgroSciences hat für das Gesamtjahr ein Rekordergebnis beim Umsatz und beim Ergebnis der Betriebstätigkeit EBIT(2) erzielt. Der Umsatz konnte um 20 Prozent auf $4,5 Milliarden gesteigert werden, was auf eine Volumenerhöhung um 8 Prozent und eine Preiserhöhung um 12 Prozent zurückzuführen ist. Das EBIT betrug $761 Millionen.
- Der Gewinn aus Beteiligungen ist von $1,1 Milliarden im Jahr 2007 auf $787 Millionen gesunken, was auf den weltweiten Nachfrageeinbruch im vierten Quartal 2008 zurückzuführen ist.
- Der Gewinn pro Aktie lag 2008 bei $0,62, ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen betrug er $1,82 pro Aktie. 2007 waren noch $2,99 pro Aktie ausgewiesen worden; vor Sondereinflüssen wurden im Vorjahr $3,76 pro Aktie erzielt. (Siehe dazu die "Ergänzenden Informationen" am Ende dieses Dokuments; dort finden Sie eine Beschreibung der Sondereinflüsse.)
Kommentar
Andrew N. Liveris, Chairman und Chief Executive Officer von Dow, sagte:
"Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise im Verlauf dieses Quartals haben wir schnell und umgehend reagiert, um dem Nachfrageeinbruch zuvorzukommen, der bis zum Jahresende immer schneller fortgeschritten ist. Wir haben unverzüglich die ganze Palette an energischen Maßnahmen für einen guten Cash Flow und zur Kontrolle von Kosten und Investitionen in die Wege geleitet, die dann auch die entsprechenden Ergebnisse gebracht haben. Wir konzentrieren uns weiterhin intensiv auf das, was in unserem Einflussbereich liegt, und werden dies auch über das gesamte Jahr 2009 fortsetzen."
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3 Monate bis 31. Dez. |
12 Monate bis 31. Dez. |
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(In Millionen außer für Angaben pro Aktie) |
2008 |
2007 |
2008 |
2007 |
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Nettoumsatz |
$ 10 899 |
$ 14 227 |
$ 57 514 |
$ 53 513 |
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Nettogewinn (Verlust) |
$ (1 552) |
$ 472 |
$ 579 |
$ 2 887 |
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Gewinn (Verlust) pro Stammaktie |
$ (1,68) |
$ 0,49 |
$ 0,62 |
$ 2,99 |
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Gewinn (Verlust) pro Stammaktie |
$ (0,62) |
$ 0,84 |
$ 1,82 |
$ 3,76 |
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Anmerkungen zu den Ergebnissen des vierten Quartals
The Dow Chemical Company (NYSE-Kürzel: DOW) hat im vierten Quartal einen Umsatz von $10,9 Milliarden erwirtschaftet; dies ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Rückgang um 23 Prozent.
Das Unternehmen hat einen Nettoverlust von $ 1,522 Millionen ausgewiesen. In dieser Summe enthalten sind Nettoaufwendungen nach Steuern in Höhe von $978 Millionen für Umstrukturierungsmaßnahmen, Verluste aufgrund von Minderungen des Geschäftswertes, für die Auswirkungen der Hurrikans Gustav und Ike, für Ausgaben in Verbindung mit K-Dow, für zugekaufte laufende Aufwendungen für Forschung und Entwicklung ("IPR&D") sowie für Ausgaben in Verbindung mit der angekündigten Übernahme von Rohm und Haas. Dem gegenüber steht ein Nettoertrag von $472 Millionen im vierten Quartal 2007, in dem Aufwendungen in Höhe von $447 Millionen für Umstrukturierungsmaßnahmen und eine Anpassung der IPR&D eingerechnet sind, die teilweise durch eine Senkung der Rückstellungen für Einkommenssteuern von $113 Millionen aufgrund einer Änderung der rechtlichen Eigentümerstruktur von EQUATE verursacht wurden. (Siehe dazu die "Ergänzenden Informationen" am Ende dieses Dokuments; dort finden Sie eine Beschreibung der Sondereinflüsse.)
Dow hat einen Verlust pro Aktie von $1,68 ausgewiesen, wobei Aufwendungen von insgesamt $1,06 für die oben aufgeführten Punkte berücksichtigt wurden. Dies steht einem Gewinn von $0,49 pro Aktie im Vergleichszeitraum des Vorjahres gegenüber, bei dem Nettoaufwendungen von $0,35 pro Aktie für die oben aufgeführten Punkte verbucht wurden.
Die Preise sind gegenüber dem vierten Quartal 2007 um 6 Prozent gesunken, wobei der Rückgang um 15 Prozent im gesamten Basics Segment teilweise durch eine Erhöhung um 4 Prozent im gesamten Performance Segment abgemildert wurde. Der Bereich Performance Chemicals hat eine Preissteigerung von 9 Prozent ausgewiesen, die Preise bei Agricultural Sciences stiegen um 6 Prozent.
Das Umsatzvolumen ist insgesamt um 17 Prozent eingebrochen, wobei ein Rückgang in allen operativen Segmenten und in allen Regionen infolge des weltweiten Konjunktureinbruchs sowie aufgrund des Abbaus von Lagerbeständen in den meisten Wertschöpfungsketten zu verzeichnen war.
Die Kosten für zugekaufte Rohstoffe und Energie lagen um 23 Prozent unter den Kosten im Vergleichszeitraum des Vorjahres, was zu dem Preisrückgang im Bereich Basics Chemicals beigetragen hat.
Obwohl die Preise weniger schnell gesunken sind als die Kosten für Rohstoffe und Energie, hat der weit verbreitete Nachfrageeinbruch die Gewinnmarge im vierten Quartal unter Druck gesetzt. Um sich den schwierigen Marktbedingungen anzupassen, hat das Unternehmen die Produktion zurückgefahren, was wiederum zu einem historisch niedrigen Auslastungsgrad geführt hat. Dies gilt vor allem für den Monat Dezember, in dem eine Auslastung von 44 Prozent verzeichnet wurde. Die Auslastungsrate für das gesamte Quartal lag bei 64 Prozent - ein Negativrekord in den letzten 25 Jahren - was wiederum zu einem Anstieg der nicht verrechneten Gemeinkosten führte.
Die Gewinne und Verluste aus Beteiligungen beliefen sich auf einen Nettoverlust von $4 Millionen, da die nicht verbundenen Tochterunternehmen aufgrund der durch die weltweite Rezession verursachten Volumen- und Preisrückgänge einen Margeneinbruch verzeichnet haben.
Die Aufwendungen für Verkauf, Verwaltung und Forschung & Entwicklung (Selling, Administrative and Research and Development - "SARD") sind über das Jahr gesehen um 9 % zurückgegangen. Dieses Ergebnis ist auf die strenge Ausgabenkontrolle des Unternehmens zurückzuführen ist, auch wenn die strategischen Übernahmen durch Dow AgroSciences fortgeführt wurden.
Das Unternehmen hat die im Oktober 2008 angekündigten verbindlichen Zusagen für das vierte Quartal bezüglich der Sicherung des Cash Flows und der Kostenkontrolle eingehalten. Die durch das Management verfügten Maßnahmen haben dazu geführt, dass im Betrieb $2,2 Milliarden erwirtschaftet wurden und der freie Cash Flow in diesem Quartal bei $1,2 Milliarden lag.
Der effektive Steuersatz von Dow im vierten Quartal wurde durch verschiedene Punkte mit insgesamt $295 Millionen (entspricht $0,32 pro Aktie) belastet; hier sind höhere Einkommenssteuern im Ausland, vor allem in Kanada, amerikanische Steuern auf höhere Dividenden von ausländischen Tochtergesellschaften und Wertberichtigungen auf einen Wertpapierbestand, der gegenüber Aktiva aus latenten Steuern ("Deferred tax assets") verbucht wurden, enthalten.
"Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise im Verlauf dieses Quartals haben wir schnell und umgehend reagiert, um dem Nachfrageeinbruch entgegenzuwirken, der bis zum Jahresende immer schneller fortgeschritten ist", sagte Andrew N. Liveris, Chairman und Chief Executive Officer von Dow. "Wir haben unverzüglich die ganze Palette an aggressiven Maßnahmen zugunsten des Cash Flows und zur Kontrolle von Kosten und Investitionen in die Wege geleitet, die dann auch die entsprechenden Ergebnisse gebracht haben. Wir konzentrieren uns weiterhin intensiv auf die Aktionen, über die wir die Kontrolle haben, und werden dies auch über das gesamte Jahr 2009 fortsetzen."
Performance Plastics
Die Umsätze im Segment Performance Plastics beliefen sich auf $3,16 Milliarden und liegen damit um 20 Prozent unter dem Ergebnis des vierten Quartals 2007. Die Preise konnten um 1 Prozent erhöht werden, während das Umsatzvolumen um 21 Prozent eingebrochen ist. Der Geschäftsbereich Polyurethanes hat einen Volumenrückgang verbucht, der die allgemeine Schwäche der Möbel- und der Automobilbranche sowie der Haushaltsgeräte- und Bettenindustrie widerspiegelt. Dow Epoxy verbuchte eine stabile Nachfrage nach Anwendung für Metallbeschichtungen zur Verpackung von Nahrungsmitteln, nach Beschichtungen für die Schifffahrt sowie nach Beschichtungen für Pipelines und andere Infrastrukturmaßnahmen, da die laufenden Projekte wie geplant abgewickelt wurden. Diese Zuwächse wurden allerdings durch den Umsatzrückgang bei industriellen Beschichtungen, wie sie in der Baubranche eingesetzt werden, mehr als aufgezehrt. Dow Automotive hat deutliche Volumeneinbrüche verzeichnet, was auf den sich verstärkenden allgemeinen Abschwung in der Automobilproduktion zurückzuführen ist.Der Geschäftsbereich Specialty Plastics and Elastomers hat ebenfalls einen Volumenrückgang verbuchen müssen, wofür in diesem Fall die nachlassende Nachfrage seitens der Automobilindustrie, der Schuhindustrie und der Bauindustrie verantwortlich ist. Die Nachfrage nach optischen Glasfasern für die Telekommunikation ist im Geschäftsbereich Wire and Cable angestiegen, das Gleiche gilt auch für die Nachfrage nach Stromkabeln für den kommerziellen Bausektor. Das Segment Performance Plastics hat für das vierte Quartal einen Verlust beim EBIT von $479 Millionen ausgewiesen, wobei in dieser Zahl Aufwendungen in Höhe von $111 Millionen für Umstrukturierungsmaßnahmen, ein Verlust aus Wertberichtigungen in Höhe von $209 Millionen und Aufwendungen in Höhe von $13 Millionen für die Folgekosten der Wirbelstürme Gustav und Ike berücksichtigt worden. Dieses Ergebnis steht einem EBIT von $158 Millionen im Vorjahresquartal gegenüber, in dem Aufwendungen für Umstrukturierungsmaßnahmen in Höhe von $184 enthalten sind.
Performance Chemicals
Performance Chemicals hat einen Umsatzrückgang von 7 Prozent auf $1,97 Milliarden gegenüber den $2,13 Milliarden verbucht, die im vierten Quartal 2007 erzielt worden waren. Weltweit konnten die Preise um 9 Prozent erhöht werden, während das Umsatzvolumen um 16 Prozent zurückgegangen ist. Die Preise konnten in diesem Quartal mit Erhöhungen in allen geografischen Regionen und in allen Geschäftsbereichen auf einem stabilen Niveau gehalten werden. Allerdings wurden die Ergebnisse durch den zweistelligen Volumenrückgang in allen geografischen Regionen beeinträchtigt. Die Preise im Geschäftsbereich Designed Polymers konnten erhöht werden - zum Teil aufgrund der guten Entwicklung der von Dow Wolff Cellulosics bedienten Märkte der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Das gilt auch für den Geschäftsbereich Dow Water Solutions, der eine positive Nachfrageentwicklung bei Umkehrosmosemembranen für Anwendungen zur Sulfatentfernung verzeichnet hat. Der fortgesetzte Volumenrückgang bei Zellulose für die Automobil- und Baubranche hatte allerdings negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis von Dow Wolff Cellulosics. Der Geschäftsbereich Dow Emulsion Polymers hat eine andauernde Schwäche bei Anwendungen für die Papier- und Teppichindustrie verzeichnet, wobei letztere auf den weltweiten Rückgang im Wohnungsbau zurückzuführen ist. Gewinne aus Beteiligungen sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Ergebnisse von Dow Corning gestiegen. Der EBIT des Segments Performance Chemicals betrug unter Berücksichtigung von Aufwendungen in Höhe von $25 Millionen für Umstrukturierungsmaßnahmen und für die Folgekosten der beiden Wirbelstürme in diesem Quartal $174 Millionen. Dies steht einem EBIT von $124 Millionen im Vorjahresquartal gegenüber, in dem Nettoaufwendungen in Höhe von $83 Millionen für Umstrukturierungsmaßnahmen und Anpassungen der IPR&D enthalten sind.
Agricultural Sciences
Das Segment Agricultural Sciences hat mit einem Umsatz von $855 Millionen ein Rekordergebnis verbucht. Dieses Ergebnis liegt um 2 Prozent über dem Umsatz im vierten Quartal des Vorjahres. Damit konnte Dow AgroSciences zum zehnten Mal in Folge einen Quartalsumsatzrekord gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielen. Das Umsatzvolumen ist zwar um 4 Prozent zurückgegangen, es konnte aber eine Preiserhöhung um 6 Prozent durchgesetzt werden. Die Preise sind in allen geografischen Regionen mit Ausnahme des Asien-Pazifikraums gestiegen, in Nordamerika konnten sowohl die Preise als auch die Umsätze erhöht werden. Bei den Umsätzen mit Saatgut wurden gegenüber dem vierten Quartal 2007 Zuwächse verzeichnet, was vor allem auf die Umsätze mit Mais in den USA und mit Sonnenblumen in Lateinamerika zurückzuführen ist. Die Umsätze mit Agrarchemikalien sind aufgrund von Produktknappheit und schleppender Kreditvergabe an Landwirte in einigen Regionen zurückgegangen. Unter Fortführung des strategischen Wachstumsplans hat Dow AgroSciences die Firmen Brodbeck Seeds, Südwestsaat GbR und die Maisanlagen von Coodetec in Brasilien übernommen. Damit wurden seit Mai 2007 insgesamt neun Unternehmen zugekauft. Neue Produkte wie Aminopyralid, Penoxsulam, Pyroxsulam und Spinetoram konnten erfolgreich hochgefahren werden. Der EBIT im vierten Quartal für das Segment Agricultural Sciences lag bei $34 Millionen, wobei Aufwendungen von $17 Millionen für IPR&D im Zusammenhang mit den aktuellen Übernahmen und $3 Millionen für Umstrukturierungsmaßnahmen berücksichtigt wurden. Dieses Ergebnis steht einem Verlust von $38 Millionen für den gleichen Zeitraum des Vorjahres gegenüber, in dem Umstrukturierungskosten in Höhe von $77 Millionen enthalten sind.
Basic Plastics
Die Umsätze des Segments Basic Plastics sind - gegenüber den im Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielten $3,49 Milliarden - um 38 Prozent auf $2,17 Milliarden zurückgegangen. Die Preise sind um 15 Prozent gesunken, größtenteils aufgrund des Preisverfalls bei Kohlenwasserstoffen und Energie. Das Volumen ist um 23 Prozent zurückgegangen, was auf den Nachfrageeinbruch in diesem Quartal zurückzuführen ist. Es wurden in allen geografischen Regionen und in allen Polymerproduktfamilien Volumenrückgänge im zweistelligen Prozentbereich verbucht. Das Volumen wurde allerdings auch durch die Stilllegung der Polypropylenanlage in St. Charles im US-Bundesstaat Louisiana, den Verkauf der Polyethylenanlagen in brasilianischen Cubatão im Jahr 2007 sowie die Bildung des Joint Ventures Americas Styrenics im Mai 2008 negativ beeinflusst. Dazu kamen noch die Folgekosten für die Wirbelstürme Gustav und Ike. Der Geschäftsbereich Polyethylene hat eine stabile Nachfrage bei Anwendungen für die Lebensmittelindustrie sowie für die Spezialverpackungsbranche verbucht, da der weltweite Konjunktureinbruch zu einem Anstieg der zu Hause eingenommenen Mahlzeiten geführt hat. Andererseits ist die zugrundeliegende Nachfrage nach Polypropylen durch den weltweiten Rückgang der Aufträge in der Wohnungsbau- und Automobilbranche zurückgegangen. Das Ergebnis aus Beteiligungen belief sich netto auf einen Verlust von $54 Millionen, was auf die niedrigeren Gewinne von EQUATE, Equipolymers und Siam Polyethylene zurückzuführen ist. Beim EBIT kam das Segment Basic Plastics auf einen Verlust von $315 Millionen, bei dem Aufwendungen für Umstrukturierungsmaßnahmen in Höhe von $148 Millionen, Verluste durch Wertberichtigungen von $30 Millionen und Aufwendungen von $3 Millionen für die Folgekosten der Wirbelstürme berücksichtigt sind. Dieses Ergebnis steht einem positiven EBIT von $394 Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahres gegenüber, in dem Aufwendungen für Umstrukturierungsmaßnahmen in Höhe von $88 Millionen enthalten sind.
Basic Chemicals
Die Umsätze von Basic Chemicals sind im vierten Quartal gegenüber den im Vorjahresquartal erzielten $1,63 Milliarden um 39 Prozent auf $992 Millionen gesunken. Das Volumen ist um 33 Prozent eingebrochen, die Preise sind dagegen nur um 6 Prozent zurückgegangen. Ein Grund für den Umsatzrückgang gegenüber dem vierten Quartal 2007 ist der Verkauf des Geschäftsbereichs Caustic Soda in Westkanada im Dezember 2007. Die Preise für Natronlauge haben weiterhin von den positiven Eckdaten bei Angebot und Nachfrage in der Branche profitiert, während die Nachfrage nach Vinylchlorid für die Produktion von Polyvinylchlorid ("PVC") weiter zurückgegangen ist. Die Anwendungen für Endverbraucher vor allem beim Wohnungsbau und in der Bauindustrie lagen weiterhin auf einem extrem niedrigen Niveau. Das Volumen ist auch im Geschäftsbereich Ethylene Oxide/Ethylene Glycol ("EO/EG") aufgrund ungünstiger Eckdaten in der Branche, durch neue Produktionskapazitäten von Anbietern aus dem Nahen Osten und einem Rückgang der Nachfrage nach Polyesterfasern im Asien-Pazifikraum zurückgegangen. Das Ergebnis aus Beteiligungen belief sich in diesem Quartal auf einen Nettoverlust von $20 Millionen, bei dem die niedrigen Betriebsergebnisse bei MEGlobal, EQUATE und OPTIMAL eingerechnet wurden. Das EBIT im vierten Quartal ist mit einem Verlust von $237 Millionen ausgewiesen worden, wobei Aufwendungen für Umstrukturierungen in Höhe von $103 Millionen sowie Aufwendungen von $15 Millionen für die Folgekosten der beiden Wirbelstürme enthalten sind. Dieses Ergebnis steht einem EBIT von $309 Millionen gegenüber, das unter Berücksichtigung von Aufwendungen für Umstrukturierungsmaßnahmen in Höhe von $7 Millionen im Vorjahresquartal erzielt wurde.
Überblick der Ergebnisse für das Gesamtjahr 2008
Dow hat einen Rekordjahresumsatz von $57,5 Milliarden erzielt; das Ergebnis liegt um 7 Prozent über dem Rekordergebnis des Vorjahres von $53,5 Milliarden. Die Preise sind um 12 Prozent gestiegen, wobei in allen operativen Segmenten und allen Regionen Preissteigerungen erzielt werden konnten, was allerdings in erster Linie auf höhere Kosten für Rohstoffe und Energie zurückzuführen ist, die um $5,9 Milliarden über dem Wert des Jahres 2007 lagen.
Das Umsatzvolumen ist um 5 Prozent zurückgegangen. Rückgänge sind - bis auf Indien, den Mittleren Osten und Afrika - in allen Regionen und - bis auf die Bereiche Agricultural Sciences und Hydrocarbons & Energy, wo der Umsatz um 8 bzw. 5 Prozent gesteigert werden konnte - in allen Segmenten zu verzeichnen.
Der Gewinn aus Beteiligungen ist von $1,1 Milliarden im Jahr 2007 auf $787 Millionen gesunken, wobei sich der weltweite Nachfrageeinbruch im vierten Quartal 2008 sowie der Verfall auf den weltweiten Energiemärkten negativ ausgewirkt haben.
Der Nettoertrag für das Gesamtjahr betrug $579 Millionen, worin Sonderausgaben mit negativen Auswirkungen von netto $1,1 Milliarden mit eingerechnet waren. Dieses Ergebnis steht einem Nettoertrag für 2007 von $2,9 Milliarden gegenüber, bei dem Sonderausgaben mit negativen Auswirkungen von netto $735 Millionen eingerechnet wurden. (Siehe dazu die "Ergänzenden Informationen" am Ende dieses Dokuments; dort finden Sie eine Beschreibung der Sondereinflüsse.)
Der durch den Anlagenbetrieb erwirtschaftete Cash Flow betrug $4,7 Milliarden, was trotz der sich ständig verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Verbesserung von mehr als $200 Millionen gegenüber dem Ergebnis von 2007 darstellt.
Zum Jahresende ist die Kapitaldeckung der vom Unternehmen festgelegten Pensionspläne aufgrund der Abschläge auf den Aktienmärkten weltweit gesunken, was mit Aufwendungen nach Steuern in Höhe von $3,3 Milliarden zu Buche schlug.
Der Gewinn pro Aktie lag 2008 bei $0,62 während 2007 noch $2,99 ausgewiesen wurden. Ausgenommen bestimmte Punkte in beiden Rechnungslegungszeiträumen lag der Gewinn pro Aktie im Jahr 2008 bei $1,82 und damit unter den 2007 erzielten $3,76 pro Aktie. (Siehe dazu die "Ergänzenden Informationen" am Ende dieses Dokuments; dort finden Sie eine Beschreibung der Sondereinflüsse.)
Zum Ausblick des Unternehmens äußerte sich Andrew Liveris wie folgt: "Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage noch für mehrere Quartale, vielleicht auch noch länger, auf dem niedrigen Niveau von Ende 2008 bleiben wird. Ein Großteil unserer Wertschöpfungskette arbeitet derzeit mit äußerst niedrigen Lagerbeständen. Sollte es nun möglicherweise durch staatliche Anreize im zweiten Halbjahr zu einer wirtschaftlichen Erholung kommen, dann könnte sich dies sehr schnell positiv auf uns auswirken. Trotzdem stellen wir uns für das gesamte Jahr 2009 auf eine globale Rezession ein und werden auch in Zukunft Maßnahmen ergreifen, um unseren Cash Flow unter Kontrolle zu halten und uns genau so wie im vierten Quartal für eine Senkung unserer Kosten einsetzen."
- Dow hat am 3. Februar 2009 über das Internet unter www.dow.com live die Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des vierten Quartals mit Investoren übertragen. In dieser Konferenz wurden um 16.00 MEZ die Ergebnisse, die Geschäftsaussichten und andere Themen behandelt.
®™ Marke The Dow Chemical Company ("Dow") oder verbundene Unternehmen.
(1) Freier Cash Flow wird als "Jahresüberschuss aus dem Betrieb" in Höhe von $2 249 Millionen abzüglich "Investitionsausgaben" von $692 Millionen abzüglich "Dividendenzahlung an die Aktionäre" in Höhe von $389 Millionen definiert.
(2) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Minderheitsbeteiligungen ("EBIT"). Die Ableitung des "Net Income (Loss) Available for Common Stockholders" (Nettoertrag/Nettoverlust für Stammaktionäre) aus dem EBIT ist im Anschluss an die Tabelle zu den operativen Segmenten dargestellt.
Über Dow
Dow ist ein vielseitiges Chemieunternehmen mit einem Umsatz von 58 Milliarden US-Dollar und 46.000 Mitarbeitern. Durch die Kombination von Wissenschaft und Technik mit dem "Element Mensch" trägt Dow kontinuierlich zur Verbesserung der Lebensqualität weltweit bei. Das Unternehmen liefert seinen Kunden in rund 160 Ländern eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen und verbindet dabei Chemie und Innovation mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Die Produkte ermöglichen die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten sowie die Herstellung von Farben, Verpackungen oder Körperpflegeprodukten.
"Dow" bzw. das "Unternehmen" stehen für "The Dow Chemical Company" oder deren verbundene Unternehmen, sofern nicht ausdrücklich anderweitig vermerkt. Weitere Informationen über Dow finden Sie unter www.dow.com.
Verwendung von nicht-GAAP Wertermittlungsverfahren: Die Konzernleitung von Dow ist der Ansicht, dass die Berechnung des Ertrags mit Ausnahme bestimmter Posten (nicht-GAAP Wertermittlungsverfahren) Investoren relevante und nützliche Informationen über die aktuellen Betriebsergebnisse des Unternehmens liefert. Diese Daten werden in Übereinstimmung mit den allgemein in den USA anerkannten Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ("GAAP) nicht anerkannt und sollten nicht als Alternative zur Leistungsbeurteilung nach dem GAAP Messverfahren betrachtet werden. Die Abstimmung zwischen den nicht-GAAP Messverfahren und den GAAP Messverfahren finden Sie in den Tabellen mit den Ergänzenden Informationen.
Anmerkung: Die Aussagen zur zukünftigen Entwicklung in diesem Dokument schließen Risiken und Unwägbarkeiten mit ein, die die Transaktionen, Märkte, Produkte, Dienstleistungen, Preise und andere Faktoren beeinflussen können, wie sie bei Einreichung der Akte mit der Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) abgeklärt wurden. Diese Risiken und Unwägbarkeiten umfassen auch, wenn auch nicht ausschließlich, wirtschaftliche, wettbewerbsrechtliche, rechtliche, staatliche und technische Faktoren. Dementsprechend gibt es keine Garantie, dass sich die Erwartungen des Unternehmens erfüllen. Sollte sich die Situation ändern, übernimmt das Unternehmen keinerlei Verpflichtung zur Vornahme von irgendeiner Form von Berichtigungen an den Prognosen, es sei denn, dies ist von dem Wertpapiergesetz oder anderen einschlägigen Vorschriften der geltenden Gesetzgebung vorgegeben.
Ergänzende Informationen
Beschreibung der Sondereinflüsse mit Auswirkungen auf die Ergebnisse:
Viertes Quartal 2008 und 2007
Die Ergebnisse des vierten Quartals 2008 wurden durch folgende Buchungsposten beeinträchtigt:
- Kosten vor Steuern in Höhe von insgesamt $54 Millionen für durch die Wirbelstürme Gustav und Ike verursachte Schäden, die im dritten Quartal auf die amerikanische Golfküste getroffen sind. Diese Kosten, die in erster Linie für Reparaturarbeiten und den Ausgleich der Fixkostenunterdeckung, angefallen sind, sind unter dem Punkt "Cost of Sales" (Umsatzaufwendungen) in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns berücksichtigt und wurden wie folgt auf die einzelnen operativen Segmente aufgeteilt: $13 Millionen im Bereich Performance Plastics, $1 Million im Bereich Performance Chemicals, $3 Millionen im Bereich Basic Plastics, $15 Millionen im Bereich Basic Chemicals, $16 Millionen für Hydrocarbons & Energy sowie $6 Millionen unter "Unallocated and Other" (Nicht unmittelbar zurechenbare Posten und andere) ausgewiesen.
- Aufwendung vor Steuern für Rechtsberatung und andere Kosten in Höhe von $69 Millionen in Verbindung mit der K-Dow Transaktion, die im Anschluss an die Verweigerung des endgültigen Abschlusses der K-Dow Transaktion am 2. Januar 2009 angefallen sind. Diese Kosten werden als "Cost of Sales" (Umsatzaufwendungen) in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns unter dem Punkt "Unallocated and Other" (Nicht unmittelbar zurechenbare Posten und andere) ausgewiesen.
- Verluste aufgrund der Minderung des Geschäftswertes in Höhe von $239 Millionen in den Geschäftseinheiten Dow Automotive ($209 Millionen, Performance Plastics) und Polypropylene ($30 Millionen, Basic Plastics). Diese Verluste werden als "Goodwill impairment losses" (Verluste aufgrund der Minderung des Geschäftswertes) in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns aufgeführt.
- Nettoaufwendungen vor Steuern für Umstrukturierungsmaßnahmen in Höhe von $839 Millionen. Im Dezember 2008 hat das Board of Directors im Rahmen einer Reihe von Maßnahmen zur beschleunigten Umsetzung der Unternehmensstrategie und zur Reaktion auf den aktuellen schwerwiegenden Konjunktureinbruch einen Umstrukturierungsplan verabschiedet. Dieser Plan umfasst die Stilllegung einer Reihe von Anlagen sowie die Reduzierung der globalen Belegschaft. Dementsprechend hat das Unternehmen Aufwendungen für Umstrukturierungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt $785 Millionen verbucht, worin auch die teilweise bzw. vollständige Abschreibung von Anlagewerten in Höhe von $336 Millionen, Abfindungsleistungen in Höhe von $321 Millionen und Kosten für den Ausstieg aus dem Produktionsbetrieb bzw. für den Verkauf von Anlagen (wie Kosten für Pensionskürzungen und Altlastensanierungen) in Höhe von $128 Millionen enthalten sind. Außerdem hat das Unternehmen eine negative Anpassung der im vierten Quartal 2007 verbuchten Umstrukturierungsaufwendungen in Höhe von $60 Millionen vornehmen müssen, konnte aber auch eine positive Anpassung von $6 Millionen für die im dritten Quartal 2006 verbuchten Umstrukturierungsmaßnahmen vornehmen. Die Nettoauswirkungen der Aufwendungen und Anpassungen im vierten Quartal, die in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns unter dem Punkt "Restructuring Charges" (Aufwendungen für Umstrukturierungen) ausgewiesen sind, betreffen alle operativen Segmente.
- Aufwendungen vor Steuern in Höhe von $17 Millionen für zugekaufte laufende Forschungs- und Entwicklungskosten (IPR&D) beziehen sich auf die kürzliche Übernahme von Anlagen der Südwestsaat GbR. Diese Belastung erscheint in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns unter dem Punkt "Purchased in-process research and development charges (credit)" (Zugekaufte laufende Forschungs- und Entwicklungskosten (Gutschrift)) und werden im Bereich Agricultural Sciences verbucht.
- Aufwendungen vor Steuern in Höhe von insgesamt $31 Millionen für Rechtsberatung sowie andere Transaktionskosten für die noch ausstehende Übernahme der Rohm and Haas Company. Diese Aufwendungen erscheinen als "Acquisition-related expenses" (Ausgaben für Unternehmensübernahmen) in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns und werden unter dem Punkt "Unallocated and Other" (Nicht unmittelbar zurechenbare Posten und andere) ausgewiesen.
Die Ergebnisse des vierten Quartals 2007 wurden durch folgende Sondereinflüsse beeinflusst:
- Nettoaufwendungen vor Steuern für Umstrukturierungsmaßnahmen in Höhe von $582 Millionen. Im Dezember 2007 hatte das Board of Directors einen Umstrukturierungsplan verabschiedet, in dem auch die Stilllegung einer Reihe von Anlagen sowie gezielte Änderungen in der Organisationsstruktur einiger Unternehmensfunktionen zur Steigerung von Effizienz und Rentabilität der global ausgerichteten betrieblichen Prozesse vorgesehen waren. Dementsprechend hat das Unternehmen im vierten Quartal 2007 Aufwendungen für Umstrukturierungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt $590 Millionen verbucht. In diesen Aufwendungen sind teilweise bzw. vollständige Abschreibungen für Anlagenwerte in Höhe von $422 Millionen, Kosten für Maßnahmen zum Ausstieg aus dem Produktionsbetrieb oder den Verkauf von Anlagen in Höhe von $82 Millionen sowie Abfindungsleistungen in Höhe von $86 Millionen berücksichtigt. Dazu kommt, dass das Unternehmen im vierten Quartal 2007 eine positive Anpassung der Umstrukturierungsaufwendungen, die ursprünglich im dritten Quartal 2006 verbucht worden waren, in Höhe von $8 Millionen verzeichnet hat. Die Nettowirkung dieser Aufwendungen ist unter "Aufwendungen für Umstrukturierungsmaßnahmen" (Restructuring Charges) in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
- Im vierten Quartal 2007 hat das Unternehmen eine positive Anpassung in Höhe von $2 Millionen für zugekaufte laufende Forschungsleistungen vorgenommen, die ursprünglich in Verbindung mit der Übernahme von Wolff Walsrode im dritten Quartal 2007 gebucht worden waren.
- Das Unternehmen die rechtlichen Eigentumsverhältnisse seiner 42,5 Prozent Anteile an der EQUATE Petrochemical Company K.S.C geändert. Infolgedessen hat das Unternehmen eine Senkung der Rückstellungen für Einkommensteuern im vierten Quartal 2007 in Höhe von $113 Millionen verbucht.
Gesamtjahr 2008 und 2007
Neben den oben beschriebenen Punkten im vierten Quartal wurde der Gewinn 2008 von folgenden Buchungsposten im dritten Quartal beeinträchtigt:
- Aufwendungen vor Steuern in Höhe von insgesamt $127 Millionen für die Folgeschäden der Wirbelstürme Gustav und Ike. In diesen Aufwendungen sind Reparaturen, Aufräumarbeiten, Fixkostenunterdeckung sowie die Abschreibung von Lagerbeständen enthalten, werden unter dem Punkt "Cost of sales" (Umsatzaufwendungen) verbucht und spiegeln sich folgendermaßen in den einzelnen operativen Segmenten wider: $35 Millionen in Performance Plastics, $14 Millionen in Performance Chemicals, $2 Millionen in Agricultural Sciences, $11 Million in Basic Plastics, $26 Millionen in Basic Chemicals, $36 Million bei Hydrocarbons and Energy sowie $3 Millionen unter "Unallocated and Other" (Nicht unmittelbar zurechenbare Posten und andere).
- Aufwendungen vor Steuern in Höhe von insgesamt $27 Millionen für zugekaufte laufende Forschungs- und Entwicklungsleistungen (IPR&D) aufgrund der jüngsten Übernahmen der Anlagen der Texas Triumph Seed Co., Inc., der Dairyland Seed Co., Inc. und der Bio-Plant Research Ltd; diese Aufwendungen wurde im Geschäftsbereich Agricultural Sciences verbucht.
- Aufwendungen vor Steuern in Höhe von insgesamt $18 Millionen für Rechtsberatung und andere transaktionsbezogenen Kosten im Zusammenhang mit der noch ausstehenden Übernahme der Rohm and Haas Company; diese Aufwendungen wurden unter dem Buchungsposten "Unallocated and Other" (Nicht unmittelbar zurechenbare Posten und andere) erfasst.
Neben den oben beschriebenen Punkten für das vierte Quartal 2007 unterlag der Gewinn für 2007 den negativen Auswirkungen folgender Punkte:
- Aufwendungen vor Steuern von insgesamt $59 Millionen im dritten Quartal für zugekaufte laufende Forschungs- & Entwicklungsleistungen in Verbindung mit den Anlagen von Agromen, Exelixis, Duo Maize und Maize Technologies International sowie der Übernahme von Wolff Walsrode, die alle 2007 angefallen sind.
- Aufwendungen in Höhe von $362 Millionen bezüglich der Rückstellungen für Einkommenssteuerzahlungen aufgrund einer Änderung im deutschen Steuerrecht im August 2007, die eine Senkung des Einkommenssteuersatzes in Deutschland zur Folge hatte. Dadurch sank der Nettowert der Steuerabgrenzungsposten in Deutschland.
Eine Tabelle, in der die Auswirkungen dieser Punkte auf die einzelnen Geschäftsbereiche aufgelistet sind, finden Sie bei den Tabellen zu den einzelnen operativen Segmenten.
In der folgenden Tabelle werden die Auswirkungen der Sondereinflüsse in den Buchungszeiträumen über drei und zwölf Monate bis jeweils einschließlich 31. Dezember 2008 bzw. 2007 zusammengefasst, die oben in diesem Abschnitt beschrieben sind:
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Posten mit Einfluss auf die Ergebnisse |
Auswirkung vor Steuern (1) |
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Auswirkung auf Nettoertrag (2) |
|
Auswirkung auf den Gewinn pro Stammaktie (3) |
|||
|
|
drei Monate bis |
|
drei Monate bis |
|
drei Monate bis |
|||
|
In Millionen, ausgenommen Angaben pro Aktie |
31. Dez. |
31. Dez. |
|
31. Dez. |
31. Dez. |
|
31. Dez, |
31. Dez. 2007 |
|
Verluste aus Wertberichtigungen |
$ (239) |
- |
|
$(230) |
- |
|
$(0,25) |
- |
|
Aufwendungen für Umstrukturierungen |
(839) |
$(582) |
|
(628) |
$(436) |
|
(0,68) |
$(0,46) |
|
Folgekosten der Wirbelstürme Gustav und Ike (4) |
(54) |
- |
|
(34) |
- |
|
(0,03) |
- |
|
Ausgaben für K-Dow |
(69) |
- |
|
(44) |
- |
|
(0,05) |
- |
|
Aufwendungen für zugekaufte laufende Forschungs- und Entwicklungsleistungen |
(17) |
2 |
|
(17) |
(11) |
|
(0,02) |
(0,01) |
|
Ausgaben für Übernahmen |
(31) |
- |
|
(25) |
- |
|
(0,03) |
- |
|
Änderung der Eigentumsverhältnisse von EQUATE |
- |
- |
|
- |
113 |
|
- |
0,12 |
|
Gesamt |
$(1,249) |
$(580) |
|
$(978) |
$(334) |
|
$(1,06) |
$(0,35) |
|
Posten mit Einfluss auf die Ergebnisse |
Auswirkung vor Steuern (1) |
|
Auswirkung auf Nettoertrag (2) |
|
Auswirkung auf den Gewinn pro Stammaktie (3) |
|||
|
|
Zwölf Monate bis |
|
Zwölf Monate bis |
|
Zwölf Monate bis |
|||
|
In Millionen, ausgenommen Angaben pro Aktie |
31. Dez. |
31. Dez. |
|
31. Dez. |
31. Dez. |
|
31. Dez, |
31. Dez. 2007 |
|
Verluste aus Wertberichtigungen |
$ (239) |
- |
|
$ (230) |
- |
|
$(0,25) |
- |
|
Aufwendungen für Umstrukturierungen |
(839) |
$(578) |
|
(628) |
$(436) |
|
(0,68) |
$(0,46) |
|
Folgekosten der Wirbelstürme Gustav und Ike (4) |
(181) |
- |
|
(115) |
- |
|
(0,12) |
- |
|
Ausgaben für K-Dow |
(69) |
- |
|
(44) |
- |
|
(0,05) |
- |
|
Aufwendungen für zugekaufte laufende Forschungs- und Entwicklungsleistungen |
(44) |
(57) |
|
(44) |
(50) |
|
(0,05) |
(0,05) |
|
Ausgaben für Übernahmen |
(49) |
- |
|
(43) |
- |
|
(0,05) |
- |
|
Änderungen im deutschen Steuerrecht |
- |
- |
|
- |
(362) |
|
- |
(0,38) |
|
Änderung der Eigentumsverhältnisse von EQUATE |
- |
- |
|
- |
113 |
|
- |
0,12 |
|
Gesamt |
$(1,421) |
$(635) |
|
$(1,104) |
$(735) |
|
$(1.20) |
$(0.77) |
- Auswirkung "Ertrag (Verlust) vor Einkommensteuer und Minderheitsbeteiligungen"
- Auswirkung auf "Nettoertrag (Verlust) für Besitzer von Stammaktien"
- Auswirkung auf "Gewinn (Verlust) pro Stammaktie - einschl. aller Umtauschrechte"
- Außerdem hat die durch die Wirbelstürme verursachte Unterbrechung des Produktionsbetriebs zu einem Margenverlust bei entgangenen Umsätzen von geschätzten $15 Millionen vor Steuern im vierten Quartal 2008 und $50 Millionen vor Steuern im dritten Quartal 2008 geführt. Dies entspricht $0,01 pro Aktie im vierten Quartal sowie $0,03 pro Aktie für das dritte Quartal und ist nicht in den in der Tabelle oben aufgeführten Summen enthalten.
Hinweis: Dies ist die deutsche Übersetzung des rechtlich verbindlichen englischsprachigen Originaltexts (http://www.dow.com/financial/reports/08q4earn.htm).
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