Dow Automotive eröffnet neue Produktionsstätte am Standort Schkopau

Zentraler Produktionsstandort für Spezialklebstoffe in Europa – 180 neue Arbeitsplätze sind entstanden

Schkopau - 16 Juni 2009

Dow Automotive, ein Geschäftsbereich der weltweit tätigen The Dow Chemical Company, hat heute offiziell seinen neuen Produktionsstandort in Schkopau eröffnet. Am mitteldeutschen Dow Standort werden künftig alle Karosserie- und Scheibenklebstoffe für den Aftermarket (Zubehör-/Ersatzteilmarkt) in Europa und angrenzende Regionen sowie für die Erstausrüstung im Automobilbau hergestellt. Die neue, modernsten Ansprüchen genügende Anlage verfügt über automatisierte Produktionsabläufe und Kontrollschritte, über ein 9.000 m2 großes Warenlager sowie effiziente Logistikeinrichtungen. Mit der Errichtung der neuen Produktionsstätte sind insgesamt 180 neue Arbeitsplätze in Schkopau entstanden. An der offiziellen Inbetriebnahme nahm auch Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff teil.

"Die Investition von Dow Automotive hier in Schkopau unterstreicht die Wichtigkeit des Standortes Mitteldeutschland für Dow - als Brücke zu den wachsenden Märkten in Osteuropa und im Zentrum der Automobilindustrie Europas mit direkter Anbindung an führende Automobilhersteller und Zulieferer", betonte Rudolf Lamm, Geschäftsführer Dow Olefinverbund GmbH die Bedeutung dieser wichtigen Investition.

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff würdigte das Engagement von Dow in Mitteldeutschland: "Global Player wie Dow Chemical tragen maßgeblich zur positiven Entwicklung des mitteldeutschen Chemiedreiecks bei. Durch Investitionen in Milliardenhöhe ist eine der modernsten Chemieregionen Europas entstanden. Dazu gehört nun auch die neue Produktionsanlage von Dow Automotive am Standort Schkopau. Die hier hergestellten innovativen Hightech-Klebstoffe sollen dazu beitragen, Autos leichter und zugleich sicherer zu machen - zwei sehr gute Argumente für die weltweit unter erheblichem Strukturanpassungsdruck stehende Automobilbranche."


Hightech-Klebstoffe für die Automobilindustrie

Dow ist  weltweit das einzige Unternehmen, das sowohl hochleistungsfähige Kunststoffe und Schäume als auch Klebstoffe für den Automobilbau anbietet. Dies gilt vor allem für die speziell auf die Bedürfnisse einzelner Autohersteller abgestimmten Spezialklebstoffe auf Basis von Polyurethan und Epoxid, die zukünftig in Schkopau hergestellt werden. Diese ermöglichen es, nicht nur die Autoverglasung und Innenraumkomponenten zu kleben. Dow verfügt auch über das technische Know-how, unterschiedliche Werkstoffe durch Klebetechnologien miteinander zu verbinden. Auf diese Weise werden z.B. Materialkombinationen aus Stahl und Kunststoff möglich, die mechanische Fügetechnologien nicht erlauben. Autohersteller können so ganze Bauteile der Karosserie aus unterschiedlichen Materialien verbinden und damit leichtere, kraftstoffsparende und energieeffizientere Fahrzeuge produzieren. Der Einsatz von Klebstoff- und Kunststofflösungen kann bei neuen Automodellreihen bis zu 20 Kilogramm Fahrzeuggewicht einsparen. Das Ergebnis ist ein verringerter Kraftstoffverbrauch und entsprechend geringere Emissionen. "Nicht nur in der Herstellung unserer Produkte setzen wir auf eine umweltfreundliche und energiesparende Produktion. Auch die Anwendung unserer Produkte ermöglicht einen effizienteren Energieeinsatz und damit weniger CO2 Ausstoß", hob Rudolf Lamm mit Blick auf die globalen Herausforderungen des Klimaschutzes hervor.

Das so genannte "strukturelle Kleben" kompletter Karosserieteile bietet darüber hinaus noch weitere Vorteile. So verbessert es das Crashverhalten von Autos bei Unfällen erheblich. Auch Autoscheiben werden durch die Spezialklebstoffe von Dow Automotive zu einem strukturellen Element des Fahrzeuges, so dass sie bei einem Unfall nicht zerplatzen können und die Insassen besser geschützt sind. 

Pilotanlage zur Herstellung von AERIFY™ Dieselpartikelfiltern

Neben der Produktion von Spezialklebstoffen unterhält Dow Automotive am Standort Schkopau auch eine Pilotanlage zur Herstellung von AERIFY™ Dieselpartikelfiltern. Die Forschungsanlage, die insgesamt 23 Mitarbeiter beschäftigt, liefert wertvolle Testergebnisse und demonstriert das Potential der neuen Dieselpartikelfiltertechnologie von Dow Automotive für die Kunden. Die chemisch behandelte Keramik-Mikrostruktur des neuen, leichten und hochporösen Filters ermöglicht eine sehr hohe Filterleistung, verbessert die Motorleistung sowie die Gesamtkostenbilanz gegenüber dem Wettbewerb für kleine und große Dieselmotoren. Durch das integrierte Filtersystem sind die Filter kompakter als übliche Wettbewerbsprodukte, was wiederum zu geringerem Bauraumbedarf, weniger Gewicht und geringeren Kosten führt. Die erste Anlage für eine Massenproduktion für Dieselpartikelfilter von Dow Automotive entsteht derzeit in den USA.

Über Dow Olefinverbund GmbH

Die Dow Olefinverbund GmbH ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der weltweit tätigen The Dow Chemical Company und verbindet Chemie und Innovation mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit. In Mitteldeutschland produziert Dow chemische Grundstoffe und hochleistungsfähige Basischemikalien, die vielseitig Anwendung finden und kontinuierlich zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Die breite Palette von Produkten und Dienstleistungen ermöglicht die Herstellung von Kunststoffen, Farben, Klebstoffen, Verpackungen, Dämmstoffen und Körperpflegeprodukten. Die Werke in Böhlen (Sachsen), Schkopau, Leuna und Teutschenthal (Sachsen-Anhalt) mit insgesamt 2.300 Mitarbeitern zählen zu den modernsten und sichersten Chemiestandorten der Welt. Mit dem ValuePark® betreibt die Dow Olefinverbund GmbH seit 1998 zudem einen Industriepark am Standort Schkopau.


For Editorial Information:

Astrid Molder
Dow Olefinverbund GmbH
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