Dow trifft Vereinbarung über den Abschluss der Übernahme von Rohm and Haas
- Die Finanzierung beinhaltet auch deutliche Kapitalbeteiligung durch zwei Großaktionäre.
- Somit wird Dow das weltweit führende Unternehmen für Spezialchemikalien und neue Werkstoffe.

Midland, MI - 09 März 2009

The Dow Chemical Company (NYSE-Kürzel: DOW) hat heute bekannt gegeben, dass mit Rohm and Haas sowie einigen Aktionären eine Vereinbarung getroffen wurde, durch die Dow die Übernahme unter deutlich geänderten finanziellen Vorzeichen zum 1. April 2009 abschließen kann. Die heutige Vereinbarung stellt auch eine Beilegung des von Rohm and Haas gegen Dow am 26. Januar 2009 initiierten Rechtsstreites dar.

Dow hat um 23.00 MEZ eine Telekonferenz für Investoren geschaltet, um weitere Einzelheiten sowie Kontextinformationen zu den Bedingungen und den Hintergrund des heute geschlossenen Vergleichs zu erläutern.

Mit der Übernahme entsteht das weltweit führende Unternehmen für Spezialchemikalien und neue Werkstoffe, indem die hochrangige Technologie, die breite geografische Reichweite und die starken Vertriebswege  der zwei Unternehmen gebündelt werden, um ein außergewöhnliches Businessportfolio zu schaffen, das langfristig wesentliche Wachstumsmöglichkeiten enthält.

"Dow hat sich die Zeit genommen und die entsprechenden Schritte eingeleitet, die für einen Abschluss der Transaktion angesichts der fortgesetzten finanziellen und wirtschaftlichen Unsicherheiten zu deutlich verbesserten finanziellen Bedingungen für das Unternehmen erforderlich waren. Die strategischen Vorteile der Übernahme von Rohm and Haas wurden nie in Frage gestellt, es ging nur darum, wie wir diese Transaktion zum Abschluss bringen", sagte Andrew N. Liveris, Chairman und CEO von Dow.

Im Rahmen der heute getroffenen Vereinbarung haben sich zwei der größten Anteilseigner von Rohm and Haas bereit erklärt, von Dow ausgegebene unbefristete Vorzugsaktien zu einem Nennwert von  2,5 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Außerdem hat der Haas Family Trust als einer der Aktionäre auf Wunsch von Dow einer weiteren Investition in Höhe von 500 Millionen US-Dollar in Dow Aktien zugestimmt. Durch diese Kapitalbeteiligung kann der Anteil der Fremdfinanzierung für die Übernahme deutlich gesenkt werden und so wird Dow nach einer Umgestaltung der Transaktion den Kaufpreis mit einem Gegenwert von 63 US-Dollar pro Aktie in bar und von 15 US-Dollar  Nominalwert in Vorzugsaktien begleichen. Zur Finanzierung der Übernahme von Rohm and Haas wird Dow auf die Erträge aus der Aktienemission zurückgreifen, um die Summe zu reduzieren, die andernfalls über einen Überbrückungskredit in Höhe von 12,5 Milliarden US-Dollar hätte aufgebracht werden müssen. Dieser Kredit war in der letzten Woche neu ausgehandelt worden, um die Laufzeit  der Kreditsumme von 8 Milliarden US-Dollar um ein Jahr zu verlängern. Im Finanzierungsplan für die Übernahme sind auch Kapitalinvestitionen in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar von Berkshire Hathaway und 1 Milliarde US-Dollar durch die kuwaitische Investitionsbehörde (Kuwait Investment Authority - KIA) in Form von wandelbaren Vorzugsaktien enthalten.

Durch die Übernahme entstehen deutlich Synergieeffekte bei Kosten und Erträgen

Laut den Plänen von Dow sollen die langfristigen Ziele für die Übernahme von Rohm and Haas über ein sorgfältig ausgearbeitetes Verfahren erreicht werden, das auf den Eckpfeilern Finanzdisziplin und operative Kompetenz aufbaut. Dow hat einen noch aggressiveren Plan zur Realisierung kombinierter Synergieeffekte mit einem Gegenwert von 1,3 Milliarden US-Dollar aufgelegt, der weit über den ursprünglich geplanten 910 Millionen US-Dollar liegt. Unter Berücksichtigung unserer traditionell ausgezeichneten Betriebsergebnisse hat Dow damit die Bereitschaft signalisiert, die notwendigen Entscheidungen zu treffen, um die bisherige Finanzleistung aufrecht zu erhalten, ja sogar noch weiter zu verbessern. Kosteneinsparungen werden durch die stärkere Position beim Einkauf von Rohstoffen, Verbesserungen von Produktions- und  Wertschöpfungssprozessen,  aber auch durch die Zusammenlegung von Verwaltungsbüros und den Abbau überschüssiger Fixkosten für vom gesamten Unternehmen genutzte Dienstleistungen und die Unternehmensleitung  möglich sein. 

Und schließlich hat Dow im Rahmen seiner Pläne zur Verbesserung der eigenen Finanzposition ein aggressives Programm für die Veräußerung von Unternehmensteilen aufgelegt, von dem - wie unten aufgeführt - etliche Geschäftsbereiche sowohl von Dow als auch von Rohm and Haas betroffen sind; durch diese Maßnahmen sollen rund 4 Milliarden US-Dollar erzielt werden.

  1. Der 45 Prozent-Anteil von Dow an der Total Raffinaderij Nederland NV (TRN), der Partnerschaft in der niederländischen Erdölraffinerie mit dem Total Konzern. Die Verkaufsverhandlungen wurden bereits eingeleitet;
     
  2. einen Teil der Beteiligungen von Dow an den Olefin- und Derivatbetrieben in Südostasien. Vorverhandlungen mit den betroffenen Parteien wurden bereits aufgenommen;
     
  3. Morton Salt, eine Sparte von Rohm and Haas, wobei dieser Verkauf allerdings vom Abschluss der geplanten Übernahme von Rohm and Haas durch Dow abhängt. Interessenten haben bereits ihre Gebote abgegeben und Dow wird diese Angebote dementsprechend im Verlauf der nächsten Wochen prüfen, um den Zeitplan für das Verkaufsverfahren festzulegen.

Die im Rahmen dieses Programms geplanten Veräußerungen sowie der erhöhte Anteil der Eigenfinanzierung wird im Wesentlichen die Liquiditätsunterdeckung auffangen, die durch das Nichtzustandekommen der geplanten K-Dow Transaktion entstanden ist.

"Rohm and Haas passt ausgezeichnet in die Betriebsplanung und in die Strategie von Dow; außerdem ist diese Übernahme ein wesentlicher Bestandteil der langfristigen Umgestaltungsstrategie des Unternehmens. In dieser Kombination kommen die hochrangigen Produkte und Technologien der beiden Unternehmen, die breite geografische Reichweite und die die guten Vertriebswege der beiden Unternehmen zusammen. Im Zusammenschluss werden wir eine weltweit erstklassige Plattform mit auf lange Sicht deutlichem Wachstumspotential gründen", sagte Liveris. "Dazu kommt noch, dass wir ein starkes Unternehmen sind, das auf eine lange Tradition ausgezeichneter Betriebsergebnisse und einem unbedingten Einsatz für seine Aktionäre zurückblicken kann."

Über Dow

Mit einem Jahresumsatz von 58 Milliarden US-Dollar und 46.000 Mitarbeitern weltweit ist Dow ein in vielen Bereichen tätiger Chemiekonzern, der durch die Verbindung von Wissenschaft und Technik mit dem "Human Element" ständig an der Verbesserung der Lebensqualität der Menschen arbeitet. Das Unternehmen bietet seinen Kunden in rund 160 Ländern eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen, bei denen chemisches Fachwissen und Innovationskraft mit dem Nachhaltigkeitsprinzip gekoppelt werden, um aktiv an der Bereitstellung verschiedener Güter angefangen von Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten bis hin zu Farben, Verpackungen und Körperpflegeprodukten mitzuwirken. "Dow" bzw. das "Unternehmen" stehen, sofern nicht ausdrücklich anders vermerkt, für "The Dow Chemical Company" oder deren verbundene Unternehmen. Weitere Informationen über Dow finden Sie unter www.dow.com.

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The Dow Chemical Company
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The Dow Chemical Company
001 989 638-2288