Midland, USA - 06 Januar 2009
The Dow Chemical Company hat heute eine Reihe von rechtlichen, betrieblichen und finanziellen Aktivitäten angekündigt, um die weitere Umsetzung der seit 2005 verfolgten Strategie zum Unternehmensumbau zu gewährleisten.
Die Unternehmensstrategie wird auch weiterhin energisch verfolgt, um Dow als leistungsfähiges Unternehmen mit konsistentem Gewinnwachstum auf der Basis eines starken Portfolios von Joint Ventures und marktorientierten Performance-Geschäftsbereichen zu positionieren. Zentrale Punkte in Dows Strategie sind das Bekenntnis zu einer starken Bonitätseinstufung durch Rating-Agenturen und zur Maximierung der Erträge für die Aktionäre.
Laut Andrew Liveris, Dow Chairman und CEO, wird die kürzliche Entscheidung von Dows Partnern in Kuwait zum Rücktritt vom Joint Venture Formation Agreement (JVFA) das Unternehmen nicht davon abhalten, die Strategie zum Unternehmensumbau, Dows Plan für zukünftiges Wachstum und Rentabilität, weiter zu verfolgen.
“Obwohl die Ereignisse der letzten Woche angesichts des fortgeschrittenen Verfahrens extrem enttäuschend und absolut unerwartet waren, ist Dow ein starkes, global breit aufgestelltes Unternehmen mit einer Reihe von Optionen, mit denen wir unsere Strategie umsetzen können. Es ist richtig, dass jetzt entschiedenes Handeln notwendig ist, aber unsere Strategie ist so aktuell wie zuvor und wird unsere Entscheidungen bestimmen, um in den sich wandelnden Märkten des 21. Jahrhunderts erfolgreich zu sein .”
Dow verfolgt rechtliche Schritte und weitere Optionen, um Ansprüche aus Kuwait-Vereinbarung zu sichern
Am 31. Dezember 2008 erhielt Dow die offizielle schriftliche Information von Petrochemical Industries Company (PIC) in Kuwait, dass der Abschluss der Transaktion verschoben werden muss, weil der kuwaitische Supreme Petroleum Council seine frühere Genehmigung der Transaktion zurückgezogen hat. Als Folge davon hat Dow angekündigt, dass das Unternehmen seine Rechte aus den seit der Ankündigung des Joint Venture im Dezember 2007 zwischen Dow und PIC geschlossenen verschiedenen Vereinbarungen und dem JVFA durchsetzen wird.
“Wir waren schockiert von diesen Nachrichten; und es war absolut unerwartet angesichts der Genehmigungen, die wir erhalten hatten, und dem Verhalten, dem Handeln und den Worten unserer Partner. Wir haben über 1.500 Dokumente vorbereitet für den Abschluss der Transaktion am 2. Januar, den – wie wir glaubten – Start des Joint Ventures K-Dow Petrochemicals”, sagte Liveris. “Rechtliche Schritte zu verfolgen ist keine Entscheidung, die wir leichtfertig treffen, gerade auch angesichts der langen Partnerschaft, die wir mit Kuwait über das letzte Jahrzehnt aufgebaut haben. Aber PIC hat Vertragsbruch begangen, und wir müssen die Interessen unseres Unternehmens und unserer Aktionäre vertreten.”
Nach K-Dow: Neue Partnerschaften, neue Möglichkeiten
Obwohl Dow vorbereitet ist, K-Dow sofort zum Abschluss zu bringen, sollte PIC den Vertragsbruch heilen und den Vertrag erfüllen wollen, ist Dow bereits von anderen Interessenten bezüglich der Zusammenarbeit im Bereich der Basiskunststoffe angesprochen worden. Daher hat Dow angekündigt, einen geordneten Verfahren zur Identifizierung eines Joint Venture-Partners einzuleiten, um die Ziele der „Asset Light”-Strategie zu erreichen. Die Geschäftseinheiten im K-Dow-Joint Venture sind starke Dow-Geschäftebereiche, u.a. der Weltmarktführer im Bereich Polyethylen. Polyethylen ist der meistgenutzte thermoplastische Kunststoff und ist seit Jahrzehnten stärker als das globale BIP gewachsen.
“Vor der Unterzeichnung der bindenden Vereinbarung zu K-Dow mit unseren Partnern aus Kuwait hatten wir andere Optionen und Partner zu berücksichtigen”, sagte Liveris. “Einige dieser Gespräche wurden bis in den November hinein geführt, und es gab schon Gespräche mit anderen Interessenten. Diese können jetzt beschleunigt weitergeführt werden, da beträchtliche Basisarbeit in Vorbereitung auf K-Dow schon geleistet wurde.”
Dow glaubt, dass die Suche nach einem alternativen Joint Venture-Partner für Dows Basiskunststoffgeschäft in Kombination mit beschleunigten und zusätzlichen Verkäufen von Unternehmensteilen – in Übereinstimmung mit der Unternehmensstrategie – höhere Erträge einbringen wird als die Einnahmen, die Dow aus dem Joint Venture K-Dow erzielt hätte.
Aufmerksamkeit bezüglich des ungewissen globalen wirtschaftlichen Umfelds
Durch den Status des Joint Ventures K-Dow hat sich eine unerwartete Hürde für Dows Unternehmensstrategie aufgetan. Das Unternehmen hat in seiner Geschichte jedoch immer wieder schnell und energisch auf die sich rasch ändernden externen Ereignisse reagiert – so wie sie charakteristisch für die Weltwirtschaft im 21. Jahrhundert sind.
Viele Elemente der Strategie zum Unternehmensumbau, die Dow seit 2005 verfolgt, wurden als Antwort auf das sich schnell ändernde globale Umfeld geschaffen. So führten z. B. extreme Fluktuationen der Kohlenwasserstoffpreise in den USA und anderen Teilen der Welt zur Entwicklung von Dows “Asset Light”-Strategie, die den Aufbau neuer Anlagen in Teilen der Welt anstrebt, wo Kohlenwasserstoffkosten niedriger und vorhersehbarer sind.
Als der Ölpreis sich im vergangenen Jahr auf einem Allzeithoch bewegte, reagierte Dow mit unternehmensweiten Preiserhöhungen, um Dows Finanzkraft im Umfeld sich schnell ändernder externer Faktoren zu sichern.
“In diesem schwankungsanfälligen ökonomischen Umfeld wird der Markt Unternehmen belohnen, die schlanker und agiler sind sowie schneller auf Herausforderungen und Chancen reagieren”, sagte Liveris. “Dow wird so ein Unternehmen sein, und wir werden aus dem derzeitigen ökonomischen Klima als ein besserer Wettbewerber hervorgehen, der die Chancen dieses Jahrhunderts besser nutzen können wird.”
Bekenntnis zu finanzieller Disziplin und dem Erhalt einer starken Bonitätseinstufung durch Rating-Agenturen
Seit dem Beginn der globalen Finanzkrise im September 2008 hat Dow energische Maßnahmen zur Reduzierung von Investitionen, Umlaufvermögen und Betriebsausgaben ergriffen. Im Kontext der fortdauernden Schwäche der Weltwirtschaft kündigte Dow im Dezember eine Restrukturierung an, durch die die Belegschaft um rund 11 Prozent reduziert wird sowie Anlagen an Standorten mit hohen Kosten geschlossen und verschiedene nicht-strategische Geschäftbereiche verkauft werden. “Wir ergreifen diese Maßnahmen mit einem klaren Ziel vor Augen – um unsere finanzielle Flexibilität zu erhalten und unsere finanziellen Ergebnisse zu steigern.
Wir haben 2008 energische Maßnahmen ergriffen, und wir werden diese Aktivitäten 2009 beschleunigen”, sagte Liveris. “Die Maßnahmen werden uns außerdem erlauben, unsere starke Bonitätseinstufung zu erhalten – ein Ziel, das wir sehr ernst nehmen. Diese Aktivitäten beinhalten eine Ausweitung unserer Sparprogramme bei Kosten und Investitionen sowie Maßnahmen zum Sicherung des Cash Flows, mit denen wir unsere Optionen und unsere finanzielle Flexibilität in diesen schwankungsanfälligen und unsicheren Zeiten erhalten.”
Bekenntnis zu den Dow-Aktionären
Die Kombination der geplanten Aktivitäten zum Cash Flow sowie operativem Einkommen wird es Dow erlauben, weiterhin die regelmäßige, vierteljährliche Bardividende zu zahlen, wie es das Unternehmen seit 1912 über 389 aufeinander folgende Quartale ohne Reduzierung oder Unterbrechung getan hat.
Über Dow
Dow ist ein vielseitiges Chemieunternehmen mit einem Umsatz von 54 Milliarden US-Dollar und 46.000 Mitarbeitern. Durch die Kombination von Wissenschaft und Technik mit dem "Element Mensch" trägt Dow kontinuierlich zur Verbesserung der Lebensqualität weltweit bei. Das Unternehmen liefert seinen Kunden in rund 160 Ländern eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen und verbindet dabei Chemie und Innovation mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Die Produkte ermöglichen die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten sowie die Herstellung von Farben, Verpackungen oder Körperpflegeprodukten. “Dow” bzw. das “Unternehmen” stehen für “The Dow Chemical Company” oder deren verbundene Unternehmen, sofern nicht ausdrücklich anderweitig vermerkt.
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Kontakt:
David Winder
The Dow Chemical Company
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