Dow will Wolff Walsrode von Bayer Übernehmen
Übernahme unterstreicht Dows Entschlossenheit, das Performance-Portfolio zu stärken Dow-Geschäft mit wasserlöslichen Polymeren wächst auf Gesamtvolumen von 1 Mrd. US-Dollar an

Midland, MI; Leverkusen, Germany - 18 Dezember 2006

Die Dow Chemical Company will Wolff Walsrode, eine vorwiegend im Cellulose-Chemiebereich tätige Tochtergesellschaft des Bayer-Konzerns, übernehmen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde von Dow und Bayer unterzeichnet. Das Closing wird – vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kartellbehörden – im ersten Halbjahr 2007 erwartet. Die finanziellen Bedingungen wurden nicht bekannt gegeben.

Mit der Vereinbarung unterstreicht Dow seine Entschlossenheit, das Portfolio von Performance-Geschäften zu stärken. Damit will das Unternehmen auf der Ertragsseite unabhängiger von zyklischen Schwankungen werden und zugleich sein Wachstum vorantreiben.

“Diese Akquisition belegt, dass wir unsere Strategie konsequent verfolgen. Die Übernahme von Wolff Walsrode ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg hin zu langfristig größtmöglichem Shareholder Value durch Investitionen in modernste Technologien, wachsende Konsumgütermärkte, effiziente Vertriebskanäle und Wachstumsregionen”, sagte Andrew Liveris, Vorstandsvorsitzender und CEO von Dow.

Bayer hatte im März 2006 angekündigt, seine Töchter H. C. Starck und Wolff Walsrode zu veräußern. “Ich freue mich, dass wir nach dem Verkauf von H. C. Starck jetzt auch für Wolff Walsrode einen Käufer gefunden haben, der dem Unternehmen eine vielversprechende Perspektive bietet”, erklärte Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning. “Der Erlös wird wie geplant zur Finanzierung der Schering-Akquisition beitragen.”

Wolff Walsrode erzielte 2005 einen Umsatz von über 400 Millionen US-Dollar und soll ein bedeutender Bestandteil des Dow-Geschäfts mit wasserlöslichen Polymeren werden. “Mit der Übernahme entsteht bei Dow ein Performance-Geschäft mit einem Umsatzvolumen von 1 Milliarde US-Dollar. Wir werden das Wachstum beschleunigen, langfristige Marktbelieferung sicherstellen und ein breites Portfolio an differenzierten Lösungen anbieten, indem wir unsere gemeinsame Expertise und Kapazitäten ausweiten”, erklärte Romeo Kreinberg, Executive Vice President des Bereichs Performance Plastics & Chemicals bei Dow.Dow und Wolff Walsrode ergänzen sich optimal und bringen unterschiedliche Produkte, Verfahren, Anwendungen und Kompetenzen in das kombinierte Geschäft ein. “Dow ist ein guter strategischer Partner für Wolff Walsrode. Unser Know-how ist eine exzellente Basis für das weitere Wachstum besonders im Cellulosegeschäft”, sagte Dr. Dieter Herzog, Vorstandsvorsitzender von Wolff Walsrode.

Im neuen Geschäft werden die fortschrittliche Produktionstechnologie und Leistungsfähigkeit in der Chemie mit HEMC (Hydroxyethylmethylcellulose) und CMC (Carboxymethylcellulose) von Wolff Walsrode mit den führenden Marken und der industriellen Erfahrung von Dow bei Produkten aus HPMC (Hydroxypropylmethylcellulose) kombiniert, wodurch ein breiteres Produkt- und Dienstleistungssortiment angeboten werden kann. Die von den kombinierten Geschäften produzierten Cellulose-Derivate kommen in zahlreichen Industrie-Sektoren zum Einsatz, u. a. in den Bereichen Baustoffe, Körperpflege, Arznei- und Lebensmittel sowie bei einer Reihe von Spezialanwendungen.

Über Wolff Walsrode

Die Unternehmensgruppe Wolff Walsrode entwickelt und produziert aus dem Naturstoff Cellulose eine Vielzahl von Produkten. Wolff Cellulosics produziert und vertreibt hochwertige Cellulose-Derivate wie beispielsweise Hydroxyethylmethylcellulose, Carboxymethylcellulose und Nitrocellulose. Zu den wichtigsten Anwendungen gehören Baustoffe sowie Lebensmittel und Körperpflegeprodukte. Walsroder Casings mit Standorten in Deutschland und Polen ist auf die Produktion und den Vertrieb von Hüllen für die Nahrungsmittelindustrie spezialisiert. Wolff Walsrode hat rund 1.500 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2005 einen Nettoumsatz von 329 Millionen Euro. Hauptstandorte in Deutschland sind der Industriepark Walsrode und der Chemiepark Bitterfeld.

Über Dow Water Soluble Polymers

Das weltweite Geschäft mit wasserlöslichen Polymeren, Water Soluble Polymers, hat ein Volumen von 650 Millionen US-Dollar. Es ist Teil des Portfolios von Performance Plastics & Chemicals des Unternehmens The Dow Chemical Company. Das Geschäft vertreibt ein breites Sortiment an Cellulose-Ethern und bietet seinen Kunden Know-how im Bereich Anwendungen und Formulierungen sowie Produkte und verwandte Technologien. In diesem Segment sind fast 700 Mitarbeiter an 14 Standorten weltweit tätig. Zu seinen Marken gehören Amerchol, ein weltweiter Hersteller und Vertreiber von hochwertigen Inhaltsstoffen für Körperpflege-Formulierungen; die Hydroxyethylcellulose (HEC) CELLOSIZE™; Dow Dispersion Sciences, eine moderne Technologie für Körperpflege-Produkte; DOW™ Latex Pulver; die Ethylcellulosepolymere ETHOCEL™; die Celluloseether METHOCEL™; sowie die wasserlöslichen Harze POLYOX™.

Über Dow

Dow ist ein vielseitiges Chemieunternehmen, das durch Einsatz von Wissenschaft und Technik die Lebensqualität der Menschen ständig verbessert. Das Unternehmen bietet seinen Kunden in über 175 Ländern eine breite Palette innovativer Produkte und Dienstleistungen für die unterschiedlichsten Bereiche - von sauberem Wasser, Arznei- und Lebensmitteln bis hin zu Farben, Verpackungen und Pflegeprodukten. Unter strenger Einhaltung des Nachhaltigkeitsprinzips erzielt Dow mit 42.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 46 Milliarden Dollar weltweit.
„Dow“ bzw. das „Unternehmen“ stehen für „The Dow Chemical Company“ oder deren verbundene Unternehmen, sofern nicht ausdrücklich anders vermerkt. Weitere Informationen über Dow finden Sie unter www.dow.com.

Über Bayer

Bayer ist ein weltweit tätiges, forschungs- und wachstumsorientiertes Unternehmen mit Kernkompetenzen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialen. Das Unternehmen will mit seinen Produkten und Dienstleistungen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will Bayer Werte schaffen durch Innovation, Wachstum und eine weiter verbesserte Ertragskraft. Weitere Informationen über Bayer finden Sie im Internet unter www.bayer.de.

Ansprechpartner:

The Dow Chemical Company:

Paul Oakley, Telefon +41 44 728 2779; poakley@dow.com

Alexandra von Holzing, Telefon +41 44 728 2155; avonholzing@dow.com

Chris Huntley, Telefon +1 989 636 2876; chuntley@dow.com

Andrew Wood, Telefon +1 989 638 6237; andrew.wood@dow.com

Bayer AG:

Christian Hartel, Telefon +49 214 30 47686; christian.hartel.ch@bayer-ag.de

Wolff Walsrode AG:

Eberhard Wühle, Telefon +49 5161 44 2203; eberhard.wuehle.ew@wolff-walsrode.de

Zukunftsgerichtete Aussagen von Dow

Die zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Dokument beinhalten Risiken und Unwägbarkeiten, die sowohl Geschäfte, Märkte, Produkte, Dienstleistungen und Preise als auch sonstige Faktoren der Dow Chemical Company gemäß der bei der SEC eingereichten Unterlagen betreffen können. Diese Risiken und Unwägbarkeiten umfassen, aber sind nicht beschränkt auf, wirtschaftliche, wettbewerbstechnische, rechtliche, staatliche und technische Faktoren. Dementsprechend werden keine Zusicherungen dahingehend gemacht, dass die von DOW erstellten Prognosen tatsächlich eintreffen werden. DOW verpflichtet sich in keiner Weise, solche zukunftsgerichteten Aussagen, sollten sich die Umstände ändern, zu überprüfen und zu berichtigen, es sei denn, derartiges ist gesetzlich vorgeschrieben.

Zukunftsgerichtete Aussagen der Bayer AG

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichts­behörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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