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Dow will Methan als Rohstoff nutzbar machen

Schwalbach - 23. April 2008

Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung zum Thema “Methan Challenge” hat The Dow Chemical Company kürzlich über 6,4 Millionen Dollar an die Universitäten Cardiff in Wales/Großbritannien und Northwestern in Illinois/USA vergeben. Auf der Suche nach energiesparenden Wegen zur Umwandlung von Methan in chemische Rohstoffe hatte Dow im vergangenen Jahr Universitäten, Institute und Firmen aus aller Welt dazu aufgerufen, innovative Lösungsvorschläge zu entwickeln. Dabei konnten sich die Teams der Cardiff University – international anerkannt für ihre Forschung in der Katalyse – und der amerikanischen Northwestern University – weltweit führend in den Bereichen Katalyse, Chemie sowie Materialwissenschaft und Ingenieurwesen – gegenüber 100 Mitbewerbern aus Industrie und Forschung durchsetzen. Mit den Geldern können sich die Teams in den nächsten drei Jahren – bei gutem Fortschritt auch darüber hinaus – intensiv der Forschung widmen.

“Es erwies sich als eine einzigartige Gelegenheit, unser Forschungslaboratorium virtuell zu erweitern und Forscher und Wissenschaftler anzusprechen, mit denen wir normalerweise nicht unbedingt in Kontakt stehen”, sagt Charlie Kresge, R&D Vice President, Basic Plastics and Chemicals, Hydrocarbons and Energy, and Licensing R&D. “Wir sind entschlossen, die Herausforderung um den Rohstoff Methan anzunehmen und dabei mit Wissenschaftlern aus der ganzen Welt zusammen zu arbeiten, um eine Lösung zu finden”, so Kresge weiter.

Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas. Heute wird Methan, das bei der Öl- und Gasgewinnung anfällt, vielfach verbrannt oder zurück unter die Erde gepumpt. Mit der passenden Technologie, so das Ziel, könnte Methan zu einem leicht transportierbaren Rohstoff umgewandelt werden – als neue Basis für die Produktion von Chemikalien und flüssigen Brennstoffen. Damit wäre Methan eine willkommene Alternative zum heute eingesetzten Rohbenzin oder Flüssiggas. “Die Entwicklung eines technisch machbaren und kommerziell attraktiven Prozesses, um Methan in Ausgangsstoffe für Dow umzuwandeln, ist eine der größten Herausforderung der Katalysechemie”, sagt Kresge.

Insgesamt verspricht sich das Unternehmen viel von den Ergebnissen der Zusammenarbeit, denn die weltweit reichlich vorhandenen Gasvorkommen lassen sich in vielerlei Hinsicht nutzen: “Es mag noch fünf bis zehn Jahre dauern, bis eine kommerzielle Lösung verfügbar ist”, sagt Mauro Gregorio, Dow’s Global Business Director für alternative Rohstoffe. “Aber wenn es so soweit ist, wird es ein ganz neuer Ausgangspunkt für die Chemie- und Kunststoffproduktion sein. Denn zurzeit müssen wir für die Produktion auf die immer kostspieligeren Rohstoffe Rohbenzin und Flüssiggas zugreifen.”

“Die ‚Methan Challenge’ ist nur ein Beispiel unserer Forschungsaktivitäten zur Nutzbarmachung alternativer Rohstoffe”, sagt Markus Wildi, Vorstandsvorsitzender von Dow Deutschland. “Unter anderem haben wir vor, gemeinsam mit Crystalsev in Brasilien eine Produktionsanlage zur Herstellung von Polyethylen auf der Basis von Zuckerrohr zu errichten.” Bereits heute setzt Dow Pflanzenöl zur Produktion von Polyurethanen ein: Mit der RENUVA™-Technologie werden bis zu 60 % weniger fossile Resourcen benötigt als in herkömmlichen Verfahren – und darüber hinaus ist sie CO2-neutral.

Englischsprachige Informationen zur “Methan Challenge”: http://news.dow.com/dow_news/corporate/2008/20080124a.htm

Englischsprachige Informationen zum Projekt “Polyethylen auf der Basis von Zuckerrohr”:
http://news.dow.com/dow_news/prodbus/2007/20070719a.htm

Englischsprachige Informationen zur RENUVA™-Technolgie:
http://news.dow.com/dow_news/prodbus/2007/20070925a.htm

Dow ist ein vielseitiges Chemieunternehmen mit einem Umsatz von 54 Milliarden US-Dollar und 46.000 Mitarbeitern. Durch die Kombination von Wissenschaft und Technik mit dem "Element Mensch" trägt Dow kontinuierlich zur Verbesserung der Lebensqualität weltweit bei. Das Unternehmen liefert seinen Kunden in rund 160 Ländern eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen und verbindet dabei Chemie und Innovation mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Die Produkte ermöglichen die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten sowie die Herstellung von Farben, Verpackungen oder Körperpflegeprodukten.

“Dow” bzw. das “Unternehmen” stehen für “The Dow Chemical Company” oder deren verbundene Unternehmen, sofern nicht ausdrücklich anderweitig vermerkt. Weitere Informationen über Dow finden Sie unter www.dow.com.


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Dow Deutschland Anlagengesellschaft mbH