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Dow empfängt Bundesverkehrsminister in Schkopau

Gespräch mit Wolfgang Tiefensee über die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Entwicklung der Petrochemie

Schkopau - 21. August 2006

Im Rahmen seines Besuchs mitteldeutscher Chemiestandorte machte der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Wolfgang Tiefensee, heute in Schkopau Station. Die Geschäftsführung der Dow Olefinverbund GmbH sprach mit dem Minister über die strategische Entwicklung des Unternehmens und die Anbindung der chemischen Industrie an die osteuropäischen Märkte. Nach dem Gespräch besichtigte Tiefensee den Industriestandort und das Fraunhofer Pilotanlagenzentrum für Polymersynthesen und -verarbeitung im ValuePark®.

“Als Bundesverkehrsminister und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Länder ist Minister Tiefensee der richtige Ansprechpartner, wenn es um die strategische Entwicklung der chemischen Industrie in Mitteldeutschland geht”, sagte Manfred Aumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dow Olefinverbund GmbH, zum Besuch Wolfgang Tiefensees in Schkopau. Aumann betonte vor allem die Notwendigkeit einer schnellen und funktionierenden Anbindung an die wachsenden osteuropäischen Märkte: “Gemeinsam mit weiteren deutschen Chemie- und Logistikunternehmen arbeiten wir daran, die Bedingungen für eine gesamteuropäische Logistik, insbesondere Richtung Osteuropa, zu verbessern. Dafür benötigen wir Unterstützung von der Politik.”

Warum gerade Osteuropa als Absatzmarkt für Dow so wichtig ist, verdeutlichte Dr. Christoph Mühlhaus, Geschäftsführer der Dow Olefinverbund GmbH und Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland: „Die chemische Industrie in Westeuropa ist gegenüber den Unternehmen in Asien und im Mittleren Osten gleich doppelt benachteiligt: die Kapazitäten der Produktionsanlagen sind zu klein, und zugleich erschweren hohe Energie- und Rohstoffkosten in Europa eine wirtschaftliche Produktion.“ Für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Chemieunternehmen sei deshalb sowohl ein angemessenes Management der ökologisch motivierten Produktionskosten als auch ein rascher Ausbau der Logistikverbindungen nach Osteuropa erforderlich.

Dow regte an, die drängenden Probleme in einem gemeinsamen Workshop mit dem Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und weiteren Chemie- und Logistikfirmen zu thematisieren. Zu den Vorschlägen der Unternehmen zählen vor allem der Ausbau des Güterverkehrs auf der Schiene, die Einrichtung intermodaler Umschlagterminals in Osteuropa, die Berücksichtigung der Logistikanforderungen deutscher Chemieunternehmen im Verkehrs-Wege-Plan des Bundes sowie die Harmonisierung europäischer Regelungen und der Abbau bürokratischer Hindernisse. Der Workshop soll in den kommenden Wochen stattfinden.

Nach dem Gespräch mit der Dow-Geschäftsführung besichtigte Wolfgang Tiefensee den Chemiestandort. Er besuchte die Pilotanlage zur Herstellung von Dieselpartikelfiltern, die der Geschäftsbereich Dow Automotive in Schkopau betreibt. Dort entwickelt und testet Dow eine umweltfreundliche Dieselfilter- Technologie. Geplant ist, diese Technologie 2008 voll zu kommerzialisieren. Letzte Station des Minister- Besuchs in Schkopau war das Fraunhofer Pilotanlagenzentrum für Polymersynthesen und -verarbeitung im ValuePark®, einem Industriepark, in dem Forschungseinrichtungen, Kunststoffverarbeiter und Logistikdienstleister in die Stoff- und Warenströme der Dow Olefinverbund GmbH eingebunden sind.


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Dow Olefinverbund GmbH