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Neuer Kombi-Terminal in Schkopau in Betrieb genommen

Investitionssumme zehn Millionen Euro

Schkopau - 20. Dezember 2005

Der ValuePark® der Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau verfügt jetzt über einen hochmodernen Terminal für den Kombinierten Verkehr. Nach rund achtmonatiger Bauzeit wurde er heute in Betrieb genommen. Im Rahmen der ersten Bauphase entstanden neben der 34.000 Quadratmeter großen Terminalfläche, einem Bürogebäude und einem weitläufigen Gefahrstoffbereich zwei parallele Gleise mit einer Länge von jeweils 420 Metern und ein Containervollportalkran für den Umschlag von Containern und Wechselbrücken.

Betreiber der neuen Anlage ist die KTSK Kombi Terminal Schkopau GmbH. "Der neue Kombi-Terminal steigert die Wettbewerbsfähigkeit des Chemiestandortes enorm, denn über den reinen Umschlagbetrieb zwischen Schiene und Straße bieten wir hier eine ganze Reihe von weiteren Dienstleistungen an, die auch von nicht am Standort angesiedelten Unternehmen genutzt werden können", sagte Geschäftsführer Ullrich D. Neumann anlässlich der Inbetriebnahme. Dazu zählen ein Gefahrstofflager, 2.500 Containerstellplätze, Möglichkeiten für den Wechsel von Inlays für Boxcontainer sowie Reinigungs- und Reparaturmöglichkeiten für Container. Besonders hob Neumann jedoch hervor, dass der Standort Schkopau mit dem neuen Terminal nun noch besser mit regelmäßigen Verbindungen an das nationale und europäische Bahnnetz angeschlossen ist und künftig auch als "Gateway in den Osten" genutzt werden soll.

Die Investitionssumme von rund zehn Millionen Euro wurde zu einem Teil vom Bundesministerium für Verkehrs-, Bau- und Wohnungswesen gefördert, Investor ist das Hamburger Logistikunternehmen HOYER. HOYER-Projektleiterin Susanne Ramp hob speziell die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden, Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, Landratsamt Merseburg-Querfurt und der Kreisverwaltung Saale-Elster-Aue hervor, ohne die diese schnelle Realisierung des Terminals nicht denkbar gewesen wäre. Sie betonte, dass nicht nur die erwartete Produktionssteigerung von Dow in Mitteldeutschland ausschlaggebend für die Investitionsentscheidung war, sondern "eine Vielzahl von Unternehmen in der Region, die Interesse an einer leistungsfähigen Umschlaganlage signalisiert haben."

"Mit dem neuen Terminal festigen wir nicht nur die enge Partnerschaft mit der Dow Olefinverbund GmbH, sondern wollen sie weiter ausbauen", erläuterte in Schkopau Thomas Hoyer, geschäftsführender Gesellschafter der HOYER-Gruppe. Er kündigte an, dass schon jetzt bis zum Jahr 2010 zwei weitere Ausbaustufen fest eingeplant sind, die maximale Umschlagkapazität wird dann bei ca. 60.000 Einheiten im Jahr liegen. "Für den neuen Terminal wurde daher bereits im vergangenen Jahr ein Erbbaurechtsvertrag über eine Fläche von 80.000 Quadratmetern abgeschlossen", sagte Hoyer.

"HOYER und Dow sind langjährige Partner nicht nur in Mitteldeutschland, sondern europaweit", hob Manfred Aumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dow Olefinverbund GmbH hervor. "Der mitteldeutsche Dow-Standort gewinnt mit dem Terminal eine hohe Flexibilität, verschiedene Märkte bedarfsgerecht zu bedienen. Speziell schienengebundene Transporte in Richtung Osteuropa sind hierbei für Dow von Interesse", sagte Manfred Aumann. Die heutige Eröffnung eines weiteren Abschnittes der A 38 bei Rosla-Heringen und der künftige Lückenschluss zur Westumgehung Halle wird zudem den Wert dieser Investition durch die bestehende Direktanbindung des Standortes Schkopau erhöhen.

Herzstück des Terminals ist der hochmoderne Containervollportalkran mit einer Tragfähigkeit unter Spreader von 40 Tonnen. Für ihn wurde eine 412 Meter lange und 35 Meter breite Kranbahn errichtet. Die Hubhöhe beträgt 14 Meter, so dass der Kran 4 Container übereinander stapeln kann.

Die Projektsteuerung erfolgte durch das Berliner Ingenieurbüro Emch + Berger Ingenieure und Planer, die Bauausführung übernahm die Arbeitsgemeinschaft STRABAG und PD Industries. Der Vollportalkran wurde durch die Arbeitsgemeinschaft Nacap und Walter Heilit Verkehrswegebau geliefert.


Kontakt:

Öffentlichkeitsarbeit
Dow Olefinverbund GmbH
fswinfo@dow.com